Mitarbeiter

Das „gewisse Etwas“


Was erfahrene Leute für Unternehmen so unverzichtbar macht

Unternehmen investieren Milliarden in Fertigungsanlagen, Laboratorien und Gebäude. Doch Hightech alleine genügt nicht. Die drei Beispiele auf dieser Seite zeigen: Erst das Know-how der Mitarbeiter bringt den Erfolg.

Fehler bemerken, bevor sie passieren

Seit 33 Jahren sorgt Maschinenführer Jakob Obrigewitsch (60) dafür, dass Klebeband auch wirklich klebt. Er steht an der Fertigungslinie VN4 beim Klebstoff-Spezialisten Tesa in Offenburg. Die Maschine beschichtet Folie mit Vorstrich und Klebmasse.

„Wenn man so lange mit einer Maschine arbeitet, kriegt man ein Gespür dafür, wenn ­etwas nicht rund läuft“, sagt der Ichenheimer. „Ich höre meist schon, dass etwas hakt, bevor die Maschine stehen bleibt.“ Dann greift er sofort ein. Für seine Kollegen ist er der erste Ansprechpartner, schließlich kennt er jeden Trick und Kniff. „Damals, 1979, hat mich der Maschinenführer perfekt angelernt, ein sehr feiner Mensch.“

Auch Obrigewitsch gibt sein Können gern weiter. Wie 2004, als Tesa ihn nach China schickte, um eine Maschine in Betrieb zu nehmen.

„Das war ein unglaubliches Erlebnis“, sagt er und seine Augen leuchten stolz. „Ich habe viel von dem fremden Land gesehen und konnte viel von meinem Wissen weitergeben.“ Denn selbst ausführliche Arbeitsanweisungen könnten langjährige Erfahrung nicht ersetzen.

Komplizierte Systeme steuern können

Selbst ist der Mann. Das beweist auch der Programmier-Experte Jürgen Harm (41): Der gelernte Industrie-Elektroniker bildete sich so lange beruflich wie privat weiter, bis er die Steuerung komplizierter Prozesse bei Druckfarben-Hersteller Flint Group in Feuerbach beherrschte. Als sogenannter „SPS-Spezialist“ gibt er heute sogar Seminare für seine Kollegen. „SPS steht für speicherprogrammierbare Steuerung“, erklärt Harm. „Damit steuern wir unsere gesamten Anlagen in der Produktion, etwa unsere Verpackungsroboter.“

Vor 20 Jahren fing er im Unternehmen an. Und spart der Firma heute viel Zeit und Geld: „Früher mussten wir für Änderungen externe Dienstleister beauftragen“, sagt er. „Heute wenden sich die Kollegen in Sachen SPS an mich.“ Und das rund um die Uhr. Die Anlagen laufen 24 Stunden am Tag: „Probleme müssen schnell behoben werden“, sagt Harm. Und eilt zum nächsten Einsatz.

Neues entwickeln

Einen ganz neuen Parkettklebstoff hat Tina Froschermeier entwickelt. Die Diplom-Ingenieurin aus der Entwicklung bei Bauchemie-Hersteller Uzin Utz mit Sitz in Ulm sieht sich in der Pflicht: „Wir gelten in der Branche als Innovationsführer“, erklärt sie. „Um den Vorsprung zu halten, müssen wir regelmäßig neue Produkte auf den Markt bringen.“

Lange hat sie an dem Produkt getüftelt: Die Handwerker sollten nicht mehr mehrere Komponenten anmischen müssen. Und der Kleber sollte die Gesundheit nicht beeinträchtigen. Die Lösung der ambitionierten Wissenschaftlerin: „Der Kleber besteht nur noch aus einer Komponente und kommt ohne Weichmacher aus.“

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