Der wichtigsten Verkehrsdrehscheibe Deutschlands droht der Kollaps

Das Exportland NRW muss mehr Geld für Straße und Schiene locker machen

Westhofener Kreuz: Das Autobahnnetz ist überlastet. Ein Grund ist der zunehmende Lkw-Verkehr. Foto: Funke

Düsseldorf. Nordrhein-Westfalen hat mit dem Ruhrgebiet einen der größten Ballungsräume Europas, NRW ist wichtigste Verkehrsdrehscheibe der Republik – und ein bedeutendes Exportland. All das führt zu vollen Straßen und überlasteten Schienenstrecken.

Wie wichtig der Außenhandel für NRW ist, zeigt das Schaubild. Von Nahrungsmitteln über Rohstoffe, chemische Erzeugnisse und Autos bis hin zu Maschinen: Seit 2004 haben sich nach neuesten Zahlen des Statistischen Landesamts die NRW-Exporte um ein gutes Drittel auf 180 Milliarden Euro im Jahr 2014 erhöht. Die Importe zogen im gleichen Zeitraum um fast die Hälfte auf 206 Milliarden Euro an.




Die nordrhein-westfälische Industrie verkaufte zuletzt Produkte für 146 Milliarden Euro ins Ausland, das entspricht einem Exportanteil von 43 Prozent. Das Gros (rund 83 Milliarden Euro) entfiel dabei auf die Metall- und Elektro-Branche. Sie verkaufte jedes zweite Erzeugnis jenseits der deutschen Grenzen.

Um den zunehmenden Verkehr zu bewältigen, muss die Politik endlich mehr Geld für Straße und Schiene mobilisieren, fordert die Wirtschaft schon seit langem. Ein Schritt ist getan: NRW-Verkehrsminister Michael Groschek will bei der Finanzierung des Autobahnbaus nun auch auf privates Kapital zurückgreifen.

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Die Hälfte der Brücken an Autobahnen und Bundesstraßen in Nordrhein-Westfalen bröselt bedenklich. Ein großes Problem für die hiesige Metall- und Elektro-Industrie. Betroffen sind vor allem Schwertransporte.

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