Cool bleiben!


Absaufen ist nicht drin: Er hat seine Gummireifen – und auch unser Land hat in turbulenten Zeiten seine Schwimmhilfen ... Foto: Roth

Warum Deutschland besser aufgestellt ist als viele andere Staaten

Berlin. „Euro am Abgrund“ oder gar „Euro-Crash“ – angesichts solcher Schlagzeilen hält inzwischen jeder Zweite ein Scheitern der gemein­samen Währung für „wahrscheinlich“, so eine Emnid-Umfrage. Ganz anders sehen das Europas Spitzenpolitiker, die sich ja in Brüssel gerade erst wieder gegen die Krise stemmten.

Starke Industrie

Gut zu wissen, dass Deutschland in diesen Zeiten einen festen Stand hat. Wir sind „besser für die nächsten zehn Jahre gerüstet als alle anderen Industriestaaten“ – so urteilte jetzt das renommierte „Handelsblatt“ aufgrund einer Studie des Baseler Instituts Prognos.

Bangemachen gilt nicht! Dafür gibt es gute Gründe:

Die „industrielle Basis“ ist laut Prognos bei uns größer als in den meisten anderen Ländern. Das erweist sich als segensreich: Zumindest bis 2020 „bleibt die weltweite Nachfrage nach Investitionsgütern hoch“, so die Prognos-Forscher. Deutschland sei dafür „sehr gut positioniert“, vor allem mit Elektrotechnik sowie Maschinen- und Anlagenbau.

Viele unserer Industrie-Unternehmen verstehen sich nicht mehr „nur“ als Hersteller und Lieferant, sondern als Partner und Problemlöser: Sie verkaufen weltweit  auch immer mehr Dienstleistungen rund ums Kernprodukt – ein lukrativer Trend.

Die Exportkraft unserer Wirtschaft wird auch durch vernünftige Lohnabschlüsse gesteigert. Seit der Euro-Einführung hat sich „die preisliche Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland erheblich verbessert“. So steht es im jüngsten Monatsbericht der Bundesbank.

Die neuen Schulden unseres Staates sinken 2011 laut Finanzministerium auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Und weil die Wirtschaft aktuell ja schneller wächst, geht die Gesamtschuldenquote sogar zurück: Sie soll bis 2015 von 83 auf 71 Prozent fallen. Das liegt klar unter den 90 Prozent, die der in Sachen Schuldenkrisen besonders kundige US-Ökonom Kenneth S.

Rogoff als kritische Grenze für Industriestaaten ansieht. Und: Ab 2016 gilt die „Schuldenbremse“ im Grundgesetz.

Auch andere wichtige Reformen, etwa „Hartz IV“ und „Rente mit 67“, haben das Land zukunftsfester gemacht. So was geht hier, anders als anderswo, ohne große Krawalle. Sogar mit wechselnden Regierungskoalitionen.

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