Job und Familie

Clownschule, Bildhauern und mehr


Unternehmen engagieren sich bei der Kinderbetreuung

Endlich Ferien! Was Schüler freut, sorgt bei berufstätigen Vätern und Müttern für gemischte Gefühle: Wohin mit den Kids, wenn man selbst noch keinen Urlaub hat und auch Oma und Opa nicht einspringen können?

Und auch das kommt vor: Endlich wieder im Job – nach der Elternzeit freut sich Frau wieder auf die Arbeit in Betrieb oder Büro. Doch wohin mit dem Nachwuchs während der Arbeitszeit?

Zwei verschiedene Probleme, eine Antwort: Da müssen mehr Betreuungsmöglichkeiten für Mitarbeiter-Kinder her. Dachten sich die Personal-Verantwortlichen der Unternehmen Roche Pharma, GP Grenzach Produktion und DSM im südbadischen Grenzach-Wyhlen. Denn: „Wer sich bei der Arbeit keine Sorgen um seine Kinder machen muss, ist besser bei der Sache und hat mehr Spaß im Job“, sagt Roche-Personalmanagerin Lena Ströbele. Also organisierten die drei Firmen Betreuungsplätze.

Ferien-Betreuung fast das ganze Jahr

Zum Beispiel für die Ferien: Seit Anfang des Jahres garantieren die drei Firmen jedem Beschäftigten mit Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren einen Betreuungsplatz. Und das für bis zu elf Wochen im Jahr. „Ob Oster-, Sommer- oder Herbstferien – bei uns kommen die Kurzen unter“, versichert Ströbele. „Nur in den Weihnachtsferien ist Pause.“

Die Betreuung der Kleinen übernehmen die Erzieherinnen vom „Zentrum für Spielen und Gestalten“ im nahen Lörrach. Für Mitarbeiter-Kinder der drei Partnerfirmen haben sie immer einen Platz frei. Vorausgesetzt, die Eltern melden den Nachwuchs bis zwei Wochen vor Ferienbeginn an. „Notfalls geht auch danach noch was“, weiß Ströbele.

Von 7.30 bis 17 Uhr sind die Kinder täglich gut versorgt. Sie spielen, lesen und basteln. „Und sie können Clown lernen, mit Speckstein bildhauern sowie weitere 20 Kurse besuchen“, sagt Andrea Hahn, Personalentwicklerin bei GP.

Kollegin Ursula Teske hat das Angebot in den Osterferien getestet. Ihr Fazit: „Betreuung und Kursprogramm sind super! Mein Sohn Julian war ganz happy. Er hat in der Zeit einen Krokodilhocker gebaut.“

Ganz umsonst gibt es das aber  nicht:  Pro  Kind  und  Woche kostet die Betreuung 20 bis 40 Euro, Mahlzeiten inklusive. Den Rest bezahlt die Firma.

Auch die Ganztagsbetreuung von Kleinkindern ist gefragt bei den Beschäftigten, berichtet Hahn. 2007 gründeten die drei Unternehmen deshalb mit einem örtlichen Kindergarten die Kinderkrippe „Sternschnuppe“.

Angebote für Familien im Trend

Zehn Plätze haben sie da fest gebucht, für Kinder zwischen drei Monaten und drei Jahren. „Mein Wiedereinstieg in den Beruf hat deshalb gut geklappt“, findet Daniela Schierenbeck, seit anderthalb Jahren stolze Mama und seit sechs Monaten bei GP wieder im Büro. Sohn Niclas weiß die junge Mutter in der Kinderkrippe gut aufgehoben. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt sie. Auch da gibt es einen Zuschuss vom Unternehmen.

Selbstverständlich bieten auch andere Unternehmen Kita-Plätze. Der Konsumgüter-Hersteller Henkel hat zwei betriebliche Kindertagesstätten (140 Plätze). Und Chemie-Konzern Bayer arbeitet mit vier Kitas zusammen (250 Plätze). Denn mit Familien-Freundlichkeit punktet man beim Fachkräfte-Nachwuc

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