China auf Platz zwei


Gute Exportchancen für Bayerns Metall- und Elektro-Industrie

München/Ingolstadt. Das Exportgeschäft der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie brummt. Der Wert der Ausfuhr stieg in den ersten drei Monaten dieses Jahres nach den aktuellen Daten des Statistischen Landesamts um 16,5 Prozent – verglichen mit dem Auftaktquartal 2010.

Gemessen am Export-Niveau, das vor der Konjunkturkrise erreicht worden war, wurden mittlerweile 95 Prozent aufgeholt. Besonders in den Schwellenländern – Staaten, in denen Industrie auf- und ausgebaut wird – gibt es enorme Exportchancen für Bayerns M+E-Unternehmen.

China ist für sie inzwischen der zweitgrößte Auslandsmarkt – hinter den USA (siehe Grafik). 2009 lag das Reich der Mitte noch an vierter Stelle. Der kräftige Sprung nach vorn gelang, weil im vergangenen Jahr die Warenlieferungen in das asiatische Land um knapp 70 Prozent ordentlich zugelegt  haben.

Für den Autohersteller Audi in Ingolstadt ist China seit dem Frühjahr sogar der größte Absatzmarkt. Im vergangenen Jahr hatte Deutschland noch knapp die Nase vorn. Besonders gute Perspektiven in China bieten sich auch Unternehmen, die auf dem Gebiet Umwelttechnik und erneuerbare Energien tätig sind.

Milliardenschwere Investitionen

Beide Themen sind Schwerpunkte des im Frühjahr verabschiedeten Fünfjahresplans der Regierung in Peking für 2011 bis 2015. Damit verbunden sind milliardenschwere Investitionen.

Bayerns Ausfuhr in die gesamten sogenannten BRIC-Staaten – neben China sind das Brasilien, Russland und Indien – wuchs 2010 um mehr als 53 Prozent.

Die vier Länder haben damit einen Anteil von fast 16 Prozent am Export der Metall- und Elektro-Industrie. Der Wert ihrer gesamten Ausfuhr war 2010 um gut 17 Prozent auf 94 Milliarden Euro gestiegen.

Russland ist zum Beispiel für den Münchner Elektronikkonzern Siemens ein vielversprechender Markt. Erst vor kurzem hat die Bahntechnik-Sparte einen Vorvertrag für ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem russischen Partner unterzeichnet. Vom Jahr 2013 an sol­len 240 Regionalzüge vom Typ „Desiro RUS“ für die Russischen Eisenbahnen produziert werden. Gesamtwert des Auftrags: rund  2  Milliarden Euro.

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