Tarifpartner mit Tradition

Chemie-Gewerkschaft gründete sich vor 125 Jahren

Und los: Beschäftigte bei einer Kundgebung der IG BCE. Foto: dpa

Hannover. Arbeitszeit, Lohnverhandlungen, Urlaub, Arbeitsrecht und Ausbildung: Wenn es in der Chemiebranche „ans Eingemachte“ geht, ist die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) stets mit dabei. Seit 125 Jahren besteht die Organisation, die heute über 650.000 Mitglieder zählt.

Die Gründerzeiten waren wild: 1890 entstand die Vorläuferorganisation der heutigen IG BCE und trotzte politisch turbulenten Zeiten. Nach dem Sturz von Reichskanzler Bismarck, der jeden Einsatz für sozialdemokratische und gewerkschaftspolitische Ziele bekämpft hatte, konnten Sozialdemokratie und Gewerkschaften wieder wachsen.

Voller Einsatz mit Herzblut für die Mitarbeiter

Damals waren die meisten Mitarbeiter in den Betrieben noch ohne jede Berufsausbildung, die Arbeitsbedingungen extrem hart und der Zwölf-Stunden-Tag die Regel. Das änderte sich im Lauf der Jahre immens.

Bei den lautstarken Auseinandersetzungen ließen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gerne ihre Muskeln spielen. Heute setzen beide Seiten auf Kooperation statt auf Krawall.

Aus Konfliktparteien wurden Kooperations- und schließlich Sozialpartner, trotz der unterschiedlichen Interessen. So kann die Branche wettbewerbsfähig sein und dabei überdurchschnittlich hohe Löhne zahlen.

Zudem entwickeln die Tarifpartner zukunftsweisende Lösungen für zentrale Herausforderungen wie die Altersvorsorge oder den demografischen Wandel.

Das gemeinsame Ziel haben dabei beide im Blick: eine nachhaltige Gestaltung der Chemiebranche und der Gesellschaft.


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