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Ausbildertagung

Chance für Hauptschüler: Mit Unterstützung packen sie die Lehre im Kautschuk-Betrieb

Auch Hauptschüler schaffen das: eine Ausbildung im Kautschuk-Betrieb. Davon ist Christoph Drissler überzeugt, der Ausbildungschef bei Goodyear Dunlop. Allerdings brauchen die jungen Leute Zusatzunterricht in schwierigen Fächern.

Hilft Hauptschülern in den Beruf: Christoph Drissler, Ausbildungschef bei Goodyear Dunlop. Foto: Scheffler

Hilft Hauptschülern in den Beruf: Christoph Drissler, Ausbildungschef bei Goodyear Dunlop. Foto: Scheffler

Hanau. Maschinen- und Anlagenführer oder Verfahrensmechaniker für Kautschuktechnik sind in der Branche begehrt. Doch die Arbeitsagenturen haben diese Lehrberufe oft nicht auf dem Bildschirm.

Das ist eine verpasste Chance – für die jungen Leute wie für die Betriebe. Was also tun, um Jugendliche in Lehrstellen zu bekommen? Darüber diskutierten 16 Ausbilder der Branche auf einer vom Arbeitgeberverband organisierten Konferenz beim Reifenhersteller Goodyear Dunlop.

Zusatzunterricht in schwierigen Fächern

Eine Möglichkeit sei, Hauptschüler zu werben, berichtet Christoph Drissler, Ausbildungschef bei Goodyear Dunlop. „Von unseren 83 Azubis sind 7 Hauptschüler, darunter angehende Maschinenführer.“ Die brauchten etwas mehr Unterstützung, seien später aber sehr zuverlässig.

„Wir bieten ihnen Zusatzunterricht in schwierigen Fächern wie Mathe, Chemie und Physik“, erklärt Drissler. So wachse Selbstwertgefühl und Leistungswille, schon bald könnten die jungen Leute mit Realschülern mithalten. Auch Wettbewerber Pirelli hat positive Erfahrungen gesammelt.

Übrigens: Den Zusatzaufwand müssen die Betriebe nicht alleine tragen. Die Kautschuk-Tarifpartner fördern jede dreijährige Lehrstelle für Hauptschüler mit 5.000 Euro.


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