Traditionsfirma

Buntes für große und kleine Künstler


Unternehmen aus Sachsen sorgt für Nachschub im Kinderzimmer

Nerchau. Mira malt gern, am liebsten mit breitem Pinsel und vielen bunten Farben. Dabei gehen schon einige Farbtöpfchen im Jahr drauf. Für Nachschub sorgt zum Bei­spiel die Belegschaft des Unternehmens Dr. Fr. Schoenfeld in Nerchau. In der Kleinstadt bei Leipzig stellen seine 19 Mitarbeiter Schul-, Hobby- und Kinder-Malfarben her. Rund 1.000 Tonnen verlassen im Jahr den Betrieb, damit lassen sich einige Zeichenblöcke füllen.

Farben sogar auf Keime getestet

Mehrere Hundert Rezepte für verschiedenste Farbtöne und Einsatzzwecke haben die Sachsen in petto. Für Kinder- und Schulfarben, aber auch für Seidenmalerei- und Fingerfarben. Vertrieben werden sie unter dem Markennamen „Ner­chaufarbe“.

Heute steht ein sattes Ultramarinblau auf dem Programm. Mitarbeiterin Silva Springtguth spachtelt die Farbmixtur in den Edelstahl­trichter der Tubenabfüllmaschine. „Alle Zutaten werden genauestens abgewogen“, erzählt sie. „Damit die Farbtöne immer gleich ausfallen.“ Danach ist der Mischer dran.

„Abgefüllt wird erst nach dem Okay aus dem Labor“, ergänzt sie. Ihre Kollegen dort checken die Deckkraft der Farbe, aber auch, ob sich Keime eingenistet haben. Die Unbedenklichkeit der Zutaten garantieren sie ohnehin.

„Wir haben schließlich einen Ruf zu verteidigen“, sagt Geschäftsführer Hubert Heusgen. Der Manager des Düsseldorfer Unternehmens Schoenfeld hat seit 2009 in Nerchau das Sagen; damals übernahmen die Düsseldorfer das Werk bei Leipzig.

„Sortimente und Märkte ergänzen sich gut“, erklärt Heusgen den Zusammenschluss. Die Düsseldorfer produzieren Künstlerfarben (Mar­ke „Lukas“), die Nerchauer Schulfarben. Gemeinsam decken die Firmen den Markt ab. Heusgen: „Das macht alle Arbeitsplätze sicherer.“

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