Moment mal!

Bundesrechnungshof kritisiert die Arbeit der Jobcenter

Ausgerechnet die Jobcenter sollen ihren eigenen Job nicht gut machen. Die Betreuung der Hartz-IV-Empfänger sei „noch deutlich verbesserungsbedürftig“, befindet der Bundesrechnungshof. Was läuft da schief?

Prüfer melden: Da ist der Wurm drin. Foto: dpa

Prüfer melden: Da ist der Wurm drin. Foto: dpa

Was für eine Klatsche! „Noch deutlich verbesserungsbedürftig“ nennt der Bundesrechnungshof die Effizienz der 60.000 Mitarbeiter in den Jobcentern.

Es stellt sich nämlich raus: Die von arbeitssuchenden Hartz-IV-Empfängern „mit großem persönlichen Einsatz erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten“ aus Fördermaßnahmen bleiben „oft nutzlos“. Weil keiner was davon mitkriegt!

Von den zuständigen Betreuern wird es verschlampt, die Bewerbungsprofile ihrer Kundschaft anständig zu aktualisieren. Schade. Die Weiterbildungen kosten im Schnitt 6.000 Euro.

In sagenhaften 39 Prozent der Fälle, erfuhren die Prüfer aus einer Stichprobe, blieb der Lernerfolg undokumentiert. Eine „Kauffrau im Einzelhandel“ blieb „Verkaufshilfe“. Gut, dass man da jetzt Dampf macht. Fördern und fordern, das Prinzip der Hartz-IV-Reform 2005, gilt auch für die Jobcenter.


Weitere ungewöhnliche Wirtschaftsthemen:

Unter dem Motto „Moment mal!“ greift AKTIVonline regelmäßig Themen auf, die Spaß machen und zum Nachdenken anregen sollen. Einige gesammelte Beiträge lesen Sie hier. Viel Vergnügen beim Stöbern!

aktualisiert am 11.12.2017

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang