Wirtschaftslexikon

Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur hat die Aufgabe, für echten Wettbewerb zu sorgen. Und zwar auf den gesetzlich regulierten Märkten für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Dabei spielt es eine wichtige Rolle, dass neue Anbieter einen freien Zugang zu den Netzen erhalten, also zum Beispiel Bahnbetreiber zu den Schienenstrecken der Deutschen Bahn. Zudem schützt die Bundesnetzagentur, die sich als Hüterin des Wettbewerbs versteht, Rechte von Verbrauchern.

Die Agentur ist eine sogenannte selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums und hat ihren Sitz in Bonn. 1998 wurde sie als Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation gegründet, gewissermaßen als Nachfolgerin des Bundesministeriums für Post und Telekommunikation. Seit 2005 ist sie zusätzlich für das Thema Energie zuständig und seit 2006 überwacht sie auch den Zugang zur Eisenbahn-Infrastruktur. In Bundesnetzagentur wurde sie 2005 umgetauft.

Ansprechpartner für jeden Bürger, wenn es um Verbraucherschutz geht

Im Rahmen der Energiewende erhielt sie 2013 eine weitere Aufgabe: die Planfeststellungsverfahren für den Ausbau des Höchstspannungsnetzes über die Grenzen der Bundesländer und Deutschlands hinaus.

Die Bundesnetzagentur versteht sich nicht nur als Ansprechpartner von Unternehmen, sondern auch für jeden Bürger, wenn es um die Rechte von Verbrauchern geht. Von deren Seite hat sie 2013 fast 67.000 Anfragen erhalten. Etwa die Hälfte davon machten Schwierigkeiten beim Wechsel des Telekommunikationsanbieters aus, wie es im Jahresbericht der Bundesnetzagentur heißt. Auch unerlaubte Telefonwerbung spielte eine Rolle. In Streitfällen vermittelt die Agentur zwischen Verbrauchern und Unternehmen.


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