Fußball

Bundesliga: Der Steuer-Staat jubelt


Lauter Gewinner: Bremens Ballstreichler Diego dreht nach einem Tor jubelnd ab. Die Fans freut’s. Den Banden-Sponsor auch ... Foto: ddp

Staatseinnahmen in nur zwei Jahren um 45 Prozent gestiegen

Frankfurt. Die Sommermärchen-WM ist längst Geschichte, der Aufschwung rund um den Ball aber geht weiter.

Wie die Deutsche Fußball Liga (DFL) mitteilt, erwirtschafteten die 36 Vereine der Ersten und Zweiten Bundesliga in der vergangenen Saison einen Rekordumsatz von 1,75 Milliarden Euro. 15 Prozent mehr als im Vorjahr! Und auch Finanzminister Peer Steinbrück dürfte längst glühender Fußballfan sein.

In der vergangenen Saison nämlich löhnten die Profi-Vereine laut DFL stolze 550 Millionen Euro an Steuern und Sozialabgaben. Im Vergleich zur Spielzeit 2004/05 ist das eine Steigerung von unschlagbaren 45 Prozent. Und die Zeichen stehen auch weiterhin auf Wachstum.

Im Schnitt 4000 Zuschauer mehr

Lag der Zuschauerschnitt in der vergangenen Spielzeit bei rund 35.000 Fans pro Spiel, strömten bis zum 27. Spieltag der aktuellen Runde bereits knapp 39.000 Besucher in die deutschen Stadien. Für die Vereine bedeutet das klingelnde Kassen: In der Saison 2006/07 entfielen immerhin 21 Prozent der Gesamteinnahmen auf die Ticketverkäufe.

Auch bei den TV-Erlösen, mit zuletzt 33 Prozent Anteil am Gesamtertrag wichtigste Geldquelle der Klubs, ist zukünftig noch mehr drin. Der Medien-Unternehmer Leo Kirch, der die Fernsehrechte als Zwischenhändler vermarkten soll, garantiert der DFL ab der übernächsten Saison 500 Millionen Euro pro Spielzeit (derzeit: 440 Millionen).

Genug Moos hoffentlich, um Ausnahme-Kicker wie Bremens Diego oder Bayerns Franck Ribéry ein wenig länger in der Bundesliga halten zu können.

König Fußball ist auch an anderer Stelle längst zum bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden. So arbeiten derzeit schon fast 35.000 Menschen in Jobs, die direkt oder indirekt vom Spielbetrieb der beiden Profi-Ligen abhängen – von der Sekretärin bis hin zur Servicekraft an den Bier- und Bratwurstbuden.

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