Warum eigentlich ...

... brennt die Kleidung von Rennfahrern nicht?

Foto: dpa

Die Jagd auf den WM-Titel in der Formel 1 hat begonnen. Der Sport ist spektakulär – und gefährlich. Im Nu kann sich Sprit entzünden. Die Fahrer aber überleben sogar Feuerbälle meist nur leicht verletzt. Warum?

Sie tragen einen Hightech-Overall aus organischen Kunstfasern (Aramidfasern). Die Hitze- und Flammfestigkeit wird in die Molekularstruktur der Fasern eingebaut. „Sie halten problemlos Temperaturen über 400 Grad Celsius stand“, sagt Jürgen Klotz, Verkaufsleiter bei DuPont (Protection Technologies). „Sie schmelzen nicht, sondern beginnen zu verkohlen.“

An der Oberfläche der Kleidung bilden sie so einen Schutzschild zwischen Haut und Hitzequelle. Das gibt der Crew mehrere Sekunden Zeit zu reagieren. Der Clou: Die Kleidung bleibt flexibel. So können sich Rennfahrer im Ernstfall bewegen und selbst retten. Der Chemiekonzern mit Standorten in Neu-Isenburg, Köln und Wuppertal entwickelte 1967 die weltweit ersten Aramidfasern. Aus ihnen besteht oft auch die Schutzkleidung für Feuerwehr, THW und Industriearbeiter.


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