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Automobil-Industrie

Bremen wird zum Zentrum der Elektro-Mobilität

Gleich zwei Hersteller von Elektrofahrzeugen setzen auf die Stadt an der Weser: Der Daimler-Konzern will hier das erste Mercedes-Modell der Produktmarke „EQ“ bauen, und Borgward plant ein Werk für seinen BX7.

Kultfahrzeug: Die „Isabella“, hier die Coupé-Variante, war seinerzeit das beliebteste Automodell der Borgward-Gruppe. Foto: Werk

Kultfahrzeug: Die „Isabella“, hier die Coupé-Variante, war seinerzeit das beliebteste Automodell der Borgward-Gruppe. Foto: Werk

„Emissionsfreie Autos sind die Zukunft.“ Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands von Daimler. Foto: Werk

„Emissionsfreie Autos sind die Zukunft.“ Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands von Daimler. Foto: Werk

Foto: Werk

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Das Rätselraten um den Standort hat ein Ende, Daimler hat entschieden: Das erste elektrische Serienmodell von Mercedes wird nicht in der schwäbischen Heimat, sondern in Bremen-Sebaldsbrück gebaut. Das Fahrzeug der Produktmarke „EQ“ soll bereits zum Modelljahr 2019 in Serie gehen.

„Emissionsfreie Autos sind die Zukunft“, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche zur Begründung. „Das Bremer Werk liefert uns maximale Flexibilität, hohe Geschwindigkeit und von Anfang an Mercedes-Qualität auch für unsere Elektro-Modelle.“

Das neue Serienmodell basiert auf dem EQ-Showcar, einem Elektro-Pkw im Design eines sportlichen SUV-Coupés, der unlängst in Paris vorgestellt worden war. Nach Angaben von Daimler wird das Fahrzeug eine maximale Reichweite von 500 Kilometern haben. Die Batterie soll von der Daimler-Tochter Accumotive entwickelt und in Kamenz unweit von Dresden gebaut werden. Zu diesem Zweck will der Autokonzern rund 500 Millionen Euro in den Ausbau des sächsischen Werks investieren.

Eine Traditionsmarke kehrt zurück – 55 Jahre nach der Insolvenz

„Dass wir das erste EQ-Fahrzeug im Werk Bremen bauen, ist ein enormer Vertrauensbeweis und eine echte Auszeichnung für unseren Standort“, sagte Werkleiter Peter Theurer. Das Werk ist mit über 12.500 Mitarbeitern der größte private Arbeitgeber der Region und produziert aktuell zehn Modelle.

Und auch von dem Unternehmen, aus dem das Bremer Mercedes-Werk Ende der 70er-Jahre hervorging, gibt es Neuigkeiten: Der Autobauer Borgward, der in seinen besten Zeiten fast 25.000 Mitarbeiter hatte und 1961 zum Konkursfall wurde, meldet sich zurück. Das Unternehmen will in seiner alten Heimat wieder Autos produzieren und setzt dabei ebenfalls auf Elektromobilität.

Noch sind nicht alle Details geklärt, aber geplant ist, in Bremen zunächst 50 bis 100 Arbeitsplätze aufzubauen. Das erste Modell wird ein Borgward BX7 mit komplett elektrischem Antrieb sein. Im ersten Schritt ist eine Produktion mit einer Kapazität von bis zu 10.000 Fahrzeugen pro Jahr vorgesehen. Die Teile werden aus China, Deutschland und Europa zugeliefert.

Das Comeback der Automarke ist eine Initiative von Christian Borgward, dem Enkel des damaligen Firmengründers Carl F. W. Borgward. Hauptaktionär des Unternehmens ist der chinesische Nutzfahrzeug-Hersteller Beiqi Foton Motor.


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