Warum eigentlich …

… braucht man Kalk bei der Zuckerherstellung?

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Kalk – da denkt man zum Beispiel an Ablagerungen im Bad, nicht an Zucker. Für dessen Herstellung aber ist Kalk unentbehrlich. Mit seiner Hilfe wird nämlich der rohe, noch graue Saft der Zuckerrübe gereinigt.

Das weiße Mineral wird oft als Kalkstein an die Zuckerfabriken geliefert – zum Beispiel von den Fels-Werken aus Goslar. Die Firma baut im Jahr rund 8 Millionen Tonnen ab, so auch in Saal bei Regensburg. „Vor Ort wird der Kalkstein zunächst zu Kalk gebrannt“, erklärt Martin Verfürden, Leiter der Anwendungstechnik. „Versetzt man den Zuckerrübensaft mit dem Branntkalk, steigt der pH-Wert des Gemischs.“ Die Folge: Verunreinigungen flocken aus, sinken und werden herausgefiltert. Übrig bleibt eine klare Zuckerlösung.

Praktisch: Das beim Kalkbrennen freigesetzte und aufgefangene Kohlendioxid verbessert den Reinigungsprozess: „Man leitet das Gas in den Rohsaft“, sagt der Chemiker. So entsteht wieder Kalkstein, der die Schmutzteilchen ummantelt und beschwert; der pH-Wert wird neutral. Im Zucker bleibt kein Kalk zurück.


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