Warum eigentlich ...

... braucht man bei Crash-Tests Gelatine?

Foto: Gelita

Gummibärchen aus Gelatine kennt jeder. Doch aus dem vielseitigen Biopolymer formen Experten auch andere Dinge. Etwa lebensgroße Wildschwein-Dummys!

„Diese Prüfkörper simulieren zum Beispiel Wildunfälle bei Crash-Tests“, sagt Chemiker Christoph Simon vom Gelatine-Hersteller Gelita in Eberbach bei Mannheim. Auch Vögel werden mithilfe der glibberigen Masse simuliert: „Bei Tests mit Flugzeugturbinen schießen Kanonen Gelatine-Körper in die Turbinen.“ Dann sehen die Experten, was passiert, wenn ein Flugzeug in einen Vogelschwarm gerät. Für Piloten und Passagiere ist das überlebenswichtig.

Mit Wasser und Gelatine lässt sich auch der menschliche Körper sehr gut nachbauen: „Wir bestehen zu mehr als 70 Prozent aus Wasser“, erklärt Simon, „und ein Gelatine-Block ist quasi schnittfestes Wasser.“

Mit Gelatine-Körpern arbeiten übrigens auch die Rechtsmediziner: Schießt man auf die durchsichtigen Blöcke, werden die Schusskanäle sichtbar – so lässt sich feststellen, welche Waffe und Munition bei einem Verbrechen verwendet wurden.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang