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Warum eigentlich …

… brauchen E-Autos eigene Schmierstoffe?

Im E-Flitzer stehen Öle und Fette im Grunde ständig unter Strom. Was das für Folgen hat, erklärt Christine Fuchs, Leiterin der globalen Forschung und Entwicklung beim Schmierstoff-Spezialisten Fuchs Petrolub in Mannheim.

Gute Fahrt: Los geht’s mit Strom im Tank und dem richtigen Schmierstoff. Foto: Adobe Stock

Gute Fahrt: Los geht’s mit Strom im Tank und dem richtigen Schmierstoff. Foto: Adobe Stock

Mannheim. Herkömmliches Motorenöl für E-Autos? Zwar benötigen auch diese Flitzer Getriebeöl: „Die Schmierstoffe müssen aber neuen Anforderungen gerecht werden“, erklärt Christine Fuchs, Leiterin der globalen Forschung und Entwicklung beim Schmierstoff-Spezialisten Fuchs Petrolub in Mannheim.

So sind zum Beispiel die Temperaturen in einem E-Auto durch die Batterie höher, das müssen die Schmierstoffe aushalten. Fuchs: „Wir arbeiten deshalb an neuen Rezepturen.“

Keine Reaktion mit elektronischen Bauteilen

Ein Schmierstoff besteht aus einer Basisflüssigkeit wie Mineralöl und verschiedenen Zusatzstoffen, die vor Korrosion oder Oxidation schützen. Denn er soll empfindliche Teile nicht nur vor Abnutzung und Beschädigungen durch Reibung bewahren.

Dies muss er zuverlässig über einen bestimmten Zeitraum tun. „Dazu kommt, dass Schmierstoffe in E-Autos Kontakt zu elektronischen Bauteilen haben können, sie dürfen also nicht mit den Kupferlegierungen reagieren“, ergänzt die Expertin. Und: Die Betriebsspannung beträgt im E-Auto 48 Volt statt 12 Volt im Bordnetz eines Autos mit Verbrennungsmotor. „Die Öle und Fette stehen sozusagen ständig unter Strom“, sagt Fuchs, „das darf keine Auswirkungen auf ihre Eigenschaften oder ihre Zusammensetzung haben.“


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