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Digital die Kurve kriegen

Branchen-Experten inspizieren Neuheiten beim Bremsenhersteller Wabco

Vollbremsung eines 40-Tonners bei Tempo 80: Elektronische Systeme vom Bremsenhersteller Wabco sorgen dafür, dass dabei nichts schiefgeht. Das ist eine der vielen Innovationen, die die Auto-Industrie jedes Jahr entwickelt.

Rutschige Piste: Die Bremse denkt mit und entlastet den Fahrer. Foto: Arp

Rutschige Piste: Die Bremse denkt mit und entlastet den Fahrer. Foto: Arp

Spur halten: Assistenzsysteme erhöhen die Sicherheit. Foto: Arp

Spur halten: Assistenzsysteme erhöhen die Sicherheit. Foto: Arp

Wichtige Impulse: Dr. Volker Schmidt und Thomas Wolf sowie Dr. Thomas Dieckmann von Wabco (von rechts). Foto: Arp

Wichtige Impulse: Dr. Volker Schmidt und Thomas Wolf sowie Dr. Thomas Dieckmann von Wabco (von rechts). Foto: Arp

Wietze. „Da soll noch einer sagen, die niedersächsische Industrie habe keine Innovationskraft.“ Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands NiedersachsenMetall, sieht im Bremsenhersteller Wabco ein leuchtendes Beispiel. Mit Action zeigten die Entwicklungsingenieure auf der Teststrecke in Wietze dem Innovationskreis Autozulieferer von NiedersachsenMetall und der IHK, was ihre Lkw-Systeme beim Bremsen oder in Kurven können.

Thomas Wolf vom Wabco-Innovationsmanagement: „Wir arbeiten in kleinen Teams zusammen. Jeder darf hier seine Ideen einbringen. Das zeigt Wertschätzung, motiviert und funktioniert einfach.“

Autohersteller und Zulieferer melden mehr Patente an als jede andere Branche

Bei der Vollbremsung eines 40-Tonners mit 80 Stundenkilometern etwa drohe großes Zerstörungspotenzial: „Dass mit elektronischen Systemen in den Griff zu bekommen, um den Fahrer zu entlasten und die Unfallfolgen zu minimieren, ist für die Verkehrssicherheit wichtig.“

Die Auto-Industrie meldet mehr Patente an als jede andere Branche, so eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) – rund 40 Prozent aller Patente hierzulande, im Bereich Digitalisierung sind es sogar 43 Prozent. „Die Kfz-Unternehmen nehmen eine Vorreiterrolle beim Thema Digitalisierung ein“, sagt IW-Wissenschaftler Thomas Puls.

Investitionen in Forschung und Entwicklung steigen merklich

Zulieferer in der Automobil-Branche seien besonders wichtig für den Innovationsstandort Deutschland. Auf sie entfallen rund zwei Drittel der Patentanmeldungen im Bereich Kfz. 2015 meldeten die zehn forschungsstärksten Unternehmen der Kfz-Branche insgesamt 12.500 Kfz-Patente an.

Seit 2005 steigen die Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung merklich an. Dieser Trend wird sich noch verstärken – etwa auf dem Feld der Batterietechnologien und bei den Hybridfahrzeugen.

Und es geht voran beim autonomen Fahren: Die Kfz-Branche meldet bereits mehr als jedes vierte Patent in den Bereichen Digitalisierung, Elektronik und Sensorik an, zeigt die IW-Studie. Forscher Puls: „Auch die niedersächsischen Unternehmen gestalten den digitalen Wandel mit.“


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