Verkehr

„Blitzer beugen vor“


Raser geschnappt: Radaranlage in einem Wohngebiet im nordrhein-westfälischen Velbert. Foto: WAZ

Kontrolle macht Straßen sicher

Die Zahl der Radarfallen, die Kommunen aufstellen, hat sich seit 2001 auf 13.000 verdreifacht. Dazu Sabine Götz, Verkehrsexpertin des Automobilclubs AvD.

AKTIV: Zocken die Kommunen die Autofahrer ab?

Götz: Nein. An manchen Meßstellen kann dieser Eindruck zwar entstehen, aber für die Kontrollen gibt es einen bestimmten Rahmen. Der wird beispielsweise in den jeweiligen Verkehrsüberwachungsrichtlinien der Bundesländer festgelegt. Notwendig sind Kontrollen allemal. Immer noch wird alle sechs Stunden bei einem Geschwindigkeitsunfall ein Mensch getötet.

AKTIV: Bringen die Blitzer denn wirklich was?

Götz: Auf jeden Fall. Verkehrsüberwachung an Kindergärten, Schulen und Altenheimen oder an Stellen, an denen viele Unfälle passieren, dient der ­Sicherheit und Vorbeugung. Eine gute Alternative sind auch Tafeln, die die Geschwindigkeit der Autofahrer anzeigen. Zudem sollte auf den Grund für die Tempobeschränkung hingewiesen werden. Das erhöht die Akzeptanz.

AKTIV: Trotzdem ärgern sich die Autofahrer oft.

Götz: Das ist verständlich. Besonders dann, wenn die Radaranlagen gut versteckt sind. Da kommen dann Zweifel an der vorbeugenden Wirkung auf.

AKTIV: Wie kann man sich Frust über Radarfallen ersparen?

Götz: Die beste Methode ist, sich an Verkehrsregeln und Tempolimits zu halten. Übrigens: In großen Städten wie Frankfurt oder Chemnitz gibt die Polizei wöchentlich vorab bekannt, wo sie blitzen wird. Die Autofahrer sind also vorgewarnt und können entsprechend reagieren.

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