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Moment mal!

Bingo in Kölner Seniorenheim – illegales Glücksspiel?

Manchmal treibt die Kontrollwut der Behörden seltsame Blüten. Zum Beispiel, wenn der Amtsschimmel Senioren den beliebten Bingo-Abend verbietet. In Köln ist genau das passiert.

Bingo: Der Staatsmacht ein Dorn im Auge. Foto: Adobe Stock

Bingo: Der Staatsmacht ein Dorn im Auge. Foto: Adobe Stock

Alarm im Altenheim! In einem Seniorenstift im Westen unseres Landes haben die Behörden zuletzt mal knallhart durchgegriffen. Und den beliebten Bingo-Abend dort vorübergehend untersagt. Begründung: verbotenes Glücksspiel!

Weil die Bingo-Kärtchen für einen Euro gekauft werden müssen, seien die Bedingungen für Glücksspiel erfüllt. Und dafür brauche man nun mal eine Genehmigung. Tja.

Sportwetten sind eigentlich illegal

Konsequent geht ja anders. Um wirklich Enkels Erbe zu verzocken, müssten die Rentner nur mit dem Rollator zur Sportwetten-Bude zockeln. Gibt’s an jeder Ecke! Zumindest formalrechtlich gesehen sind alle illegal – weil Deutschland seit Jahren bei der Reform des Glücksspielstaatsvertrags nicht aus den Puschen kommt. Da rollt der Rubel halt in der Grauzone: Geschätzte 6 Milliarden Euro setzt die Branche im Jahr um.

Bei Oma und Opa in besagtem Altenheim gibt’s dagegen bloß Pralinen als Bingo-Hauptpreis. Die Senioren dort zeigten sich übrigens rüstig-rebellisch. Und erstritten jetzt immerhin eine Ausnahmegenehmigung. Erst mal befristet …


Weitere ungewöhnliche Wirtschaftsthemen:

Unter dem Motto „Moment mal!“ greift AKTIVonline regelmäßig Themen auf, die Spaß machen und zum Nachdenken anregen sollen. Einige gesammelte Beiträge lesen Sie hier. Viel Vergnügen beim Stöbern!

aktualisiert am 13.09.2018

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