Blickpunkt

Besser als erwartet


Der vbw-Index klettert auf seinen bisher höchsten Stand

München. Um die wirtschaftliche Entwicklung Bayerns steht es derzeit sehr gut. Das belegt der vbw-Index, der Konjunktur-Indikator der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw).

Export als Wachstumsmotor

Die aktuelle Kennzahl liegt im Frühjahr bei 156 Punkten. Das sind 15 Zähler mehr als im Herbst 2010. Und es ist der höchste Wert seit Beginn der Messung im Jahr 2003. „Der konjunkturelle Aufholprozess kam bislang schneller und kräftiger voran als erwartet“, erklärt Professor Randolf Rodenstock, der Präsident der vbw.

Die Grundlage für den neuen Rekordwert liefert die momentane Lage der bayerischen Wirtschaft. Sie ist wieder hervorragend. So stieg im vergangenen Jahr die Wirtschaftsleistung deutlich – um 3,9 Prozent im Vergleich zu 2009.

Als Wachstumsmotor haben sich nach Meinung des vbw-Prä-sidenten das produzierende Gewerbe und der Außenhandel erwiesen: Die Bruttowertschöpfung der Industrie ist 2010 um 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen, der Export legte mit 18,7 Prozent sehr stark zu. Die Ausfuhren in die aufstrebenden „BRIC“-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) stiegen dabei um knapp die Hälfte.

Für das laufende Jahr rechnen die Arbeitgeber mit einem Anstieg des Exports um 9 Prozent. Die Prognose beruht auf einem von der vbw neu entwickelten Index. Er berücksichtigt die erwartete Entwicklung in den Absatzmärkten Bayerns.

Für die gesamte Wirtschaft geht Rodenstock von einer leichten Abschwächung des Wachstums auf mehr als 3 Prozent aus. Stärkere Impulse als bislang erwartet er von einer anziehenden Binnennachfrage. Es sei anzunehmen, dass Verbraucher mehr konsumieren und Unternehmen kräftig investieren würden.

Gute Aussichten für die Beschäftigung

Der vbw-Präsident rechnet weiterhin mit einer guten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Bereits 2010 stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Bayern um fast 57.000. Mittlerweile sind es knapp 4,6 Millionen Menschen. „Die Perspektiven sind erfreulich, wie der kräftige Anstieg des Prognose-Index unterstreicht“, sagt Rodenstock.

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