Rekord in Sicht!

Besonders starker Zuwachs bei Jobs mit Sozialversicherung


Nürnberg. Stabil wie ein Stahlträger zeigt sich der deutsche Arbeitsmarkt. Trotz mancher schlechter Firmennachricht hat die Gesamtwirtschaft nächstes Jahr 370.000 zusätzliche Mitarbeiter auf klassischen, sozialversichungspflichtigen Arbeitsplätzen an Bord. Das erwartet das IAB-Institut in Nürnberg, die Denkfabrik der Arbeitsagenturen.

„Mit dann 29,7 Millionen Menschen erreicht die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ihren bislang höchsten Stand“, sagt IAB-Forschungsbereichsleiter Professor Enzo Weber. Die Zahl aller Erwerbstätigen, inklusive der Selbstständigen, Beamten und geringfügig Beschäftigten, steigt von 41,9 auf 42,1 Millionen, ebenfalls Rekord.

Gründe für die Erfolgsstory sieht Weber in den Hartz-Reformen der Jahre 2003 bis 2005 und in der „langjährigen moderaten Lohnentwicklung“. Doch er fügt hinzu: „Diese Effekte laufen aus.“

In vielen Branchen gab es dieses Jahr ein Lohnplus um die 3 Prozent. Gut für die Arbeitnehmer (bei nur anderthalb Prozent Teuerung), aber nicht leicht für die Betriebe: Im ersten Halbjahr lag die reale Wirtschaftsleistung sogar etwas niedriger als im gleichen Zeitraum 2012.

2,9 Millionen Arbeitslose bleiben auch 2014

Die Zahl der registrierten Arbeitslosen liegt laut Prognose im Durchschnitt des kommenden Jahres bei 2,9 Millionen, nur 40.000 weniger als dieses Jahr. Denn viele der neuen Jobs gehen an Leute, die neu auf den Arbeitsmarkt drängen – etwa frisch Ausgebildete oder Zuwanderer. „Um dem harten Kern der Arbeitslosen helfen zu können, braucht man mehr Angebote zur Qualifizierung“, betont Weber. „Viele Menschen ohne Beschäftigung passen nicht zu den angebotenen freien Stellen.“

Zu den Gewinnern zählen die Älteren: Laut Berliner Forschungsinstitut DIW arbeiten fast 800.000 über 65-Jährige, doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Obwohl die meisten darauf nicht angewiesen seien.

Ein gesellschaftlicher Trend – der den Betrieben hilft. Weber: „Wegen des Fachkräftebedarfs werden auch immer mehr Ältere gebraucht.“

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