Wirtschaftslexikon

Beitragsbemessungsgrenze

Sie steigt praktisch jedes Jahr: die Beitragsbemessungsgrenze. Genau genommen sind es sogar drei verschiedene Grenzen, die da eine Rolle spielen – aber nicht mehr lange. Wir erklären das mit den ab 2018 gültigen Werten.

Berlin. Wer gut verdient, wird ab Januar weniger Netto aufs Konto bekommen. Denn dann steigen mal wieder die Beitragsbemessungsgrenzen. Das heißt: Die Grenze, bis zu der ein prozentualer Beitrag vom Brutto an die jeweilige Sozialkasse fließt, verschiebt sich um etliche Euro nach oben.

Darüber wird politisch nicht groß gestritten: „Die Werte werden – wie jedes Jahr – auf Grundlage klarer, unveränderter gesetzlicher Bestimmungen mittels Verordnung festgelegt“, teilt das Arbeitsministerium mit. Die Erhöhung folgt einfach der Entwicklung der Einkommen, dazu kommen Rundungsvorgaben.

Basis der aktuellen Änderung ist das Jahr 2016. Damals stiegen die Löhne laut Ministerium im Bundesschnitt um 2,42 Prozent (in Westdeutschland um 2,33 Prozent, im Osten um 3,11 Prozent). Das durchschnittliche Jahresbrutto der Rentenversicherten lag übrigens bei fast 36.200 Euro – etwas mehr als 3.000 Euro im Monat.

Bei der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt damit ab Januar als neue bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze 53.100 Euro Bruttoeinkommen jährlich beziehungsweise 4.425 Euro monatlich (aktuell sind es noch 4.350 Euro). Bei der Rentenkasse gibt es zwei unterschiedliche Beträge, die zugleich auch für die Arbeitslosenversicherung gelten: Im Westen steigt die Grenze nun von 6.350 auf 6.500 Euro, in Ostdeutschland von 5.700 auf 5.800 Euro Monatsbrutto.

Ab 2019 wird nur für die östlichen Bundesländer ein anderes Verfahren gelten. Bis 2025 wird ja das gesamte System der gesetzlichen Rentenversicherung bundeseinheitlich aufgestellt – und von dieser schrittweisen Umstellung ist dann auch die Beitragsbemessungsgrenze im Osten betroffen.


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