Hohe Kaufkraft im Freistaat

Bayern geben 2016 mehr Geld für Weihnachtsgeschenke aus

Hohe Löhne, sichere Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum: Den Menschen in Bayern geht es so gut wie lange nicht mehr – und sie haben mehr Geld in der Tasche als andere Bundesbürger. Davon profitiert der Einzelhandel.

Hat derzeit gut zu tun: Der Weihnachtsmann, vom Fotografen erwischt auf dem Marienplatz in München. Foto: dpa

Hat derzeit gut zu tun: Der Weihnachtsmann, vom Fotografen erwischt auf dem Marienplatz in München. Foto: dpa

München. Das wird eine Bescherung! 5,5 Prozent mehr Geschenke-Umsatz als 2015 erwartet der Handelsverband Bayern zum diesjährigen Weihnachtsfest. Auf die Frage „Wie viel geben Sie für Geschenke aus?“ lautet die Antwort im Freistaat durchschnittlich „552 Euro“. Das ist deutlich mehr als im Bundesdurchschnitt: Dort sind es, laut der Repräsentativ-Umfrage des Verbands, 477 Euro.

Mehr Arbeitsplätze, gestiegene Löhne – da wird jetzt beim Einkauf für die Lieben offenbar nicht auf den Cent geschaut. Zumal die Inflation dieses Jahr nur 0,4 Prozent beträgt und die Perspektiven auch für die nächste Zeit gut sind. 2017, meldete soeben das Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK, dürfte die nominale Kaufkraft pro Kopf bundesweit um 1,7 Prozent zulegen – und sieben der zehn Gemeinden mit der höchsten Kaufkraft liegen in Bayern.

Grund für den größeren Wohlstand ist die besonders hohe Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Unternehmen im Freistaat. Das verfügbare Einkommen pro Kopf der Bevölkerung liegt in Bayern höher als in allen anderen Flächenstaaten und 9 Prozent höher als im Bundesdurchschnitt, so die jüngste Statistik aus dem Jahr 2014.

Besinnliche Ruhe dürfte übrigens im bayerischen Einzelhandel auch nach den Weihnachtstagen kaum einziehen. Dann nämlich strömen die Käufer in die Läden, um das beliebteste Weihnachtsgeschenk einzulösen: den Geschenkegutschein. „Er ist nach wie vor der absolute Renner“, berichtet Handelsverband-Bayern-Präsident Ernst Läuger. Erst danach folgen Kosmetik, Bücher, Uhren, Schmuck, Bekleidung, Bargeld und Elektrogeräte.

Dabei steigen die Umsätze zu Weihnachten besonders stark im Internet-Handel, berichtet der Verband. Und man stelle sich auf diesen Verbrauchertrend offensiv ein: Es profitierten auch zunehmend stationäre Geschäfte durch eigene Webshops vom Online-Boom.


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