Tipp der Woche

Bahnreisen: Sparen beim Fahren

Günstiger zum gleichen Zug-Ziel

Die Sommerferien stehen vor der Tür – und wer vor hat, mit der Deutschen Bahn in die Berge zu fahren, der sollte sofort buchen. „Je früher man bucht, umso größer sind die Chancen, einen Spartarif zu bekommen“, betont Hartmut Buyken vom Fahrgastverband Pro Bahn.

Wer sich für einen Spartarif entscheidet, ist dafür allerdings an einen ganz bestimmten Zug gebunden. Spartarife sind aber nur eine Möglichkeit, beim Fahren zu sparen: Ganz wichtig sei es auch, sagt Buyken, am Schalter die empfohlene Reiseroute zu hinterfragen.

So sollte, wer einen Intercity Express (ICE) als Transportmittel vorgeschlagen bekommt, nachfragen, ob nicht auch ein Intercity (IC) verkehrt. Denn der kostet in der Regel deutlich weniger bei nur unwesentlich längerer Reisezeit. Ein kürzlich von der „Stiftung Warentest“ er-mitteltes Beispiel: Von Berlin nach Paderborn kostet die Reise mit ICE und S-Bahn 72 Euro, mit IC und S-Bahn aber nur 62 Euro. Und die 10 Euro teurere ICE-Verbindung ist nur fünf Minuten schneller.

Erste-Klasse-Karte kann günstiger sein

Weitere Spar-Möglichkeiten bieten die sogenannten LänderTickets. Sie gelten allerdings nur in Regionalzügen und nur in einem Bundesland. Zwei solche Länder-Tickets können aber im Einzelfall durchaus billiger sein als eine normale Fahrkarte. Außerdem dürfen mit manchen Länder-Tickets bis zu fünf Personen zusammen losfahren. Das geht auch beim bundesweit gültigen „Schönes-Wochenende-Ticket“ für 33 Euro.

Experte Buyken kennt noch einen Trick: Sind alle „Sparpreis“-Tickets (also die Vorzugsangebote mit 25 oder 50 Prozent Ermäßigung) für die zweite Klasse schon ausgebucht, dann sollte man sich nach der ersten Klasse erkundigen! „Hier ist oft noch ein Kontingent vorhanden“, weiß Buyken, „und dann kostet die ermäßigte Fahrt in  der ersten Klasse unter Umständen weniger als die Standardfahrt in der zweiten.“

Wer häufig Bahn fährt, sollte sich überlegen, ob sich eine Variante der „BahnCard“ rechnet: Damit bekommt man satte Rabatte. Eine „BahnCard 25“ für die zweite Klasse kostet zum Beispiel 53 Euro. Sie macht dafür ein Jahr lang alle Tickets 25 Prozent billiger.

„Neuer Slogan der Bahn: Fährst du schon – oder rechnest du noch?“ Dieser Scherz von Harald Schmidt deutet an: Wer günstig fahren möchte, muss sich schlaumachen. Online geht das unter www.bahn.de oder www.pro-bahn.de/auskunft. Wer keinen Internet-Zugang hat, kann sich im Bahnhof das Heft „Die Mobilitätsangebote der Bahn“ holen. Es lohnt sich auch, auf Werbung zu achten: Immer wieder gibt es befristete Spezial-Angebote, die besonders preiswert sind.


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