108 Stationen werden bis 2023 herausgeputzt

Bahn investiert in NRW 317 Millionen Euro in Modernisierung der Bahnhöfe

Großer Sanierungsbedarf landesweit: Marode S-Bahn-Station in Duisburg. Foto: Funke

Düsseldorf. Kaputte Scheiben, dunkle Schmuddelecken oder bröselnder Beton: Viele Bahnhöfe und S-Bahn-Stationen in Nordrhein-Westfalen sind marode. Es ist also höchste Eisenbahn also für eine Sanierung. Jetzt werden 135 Haltestellen Zug um Zug modernisiert.

Grund ist unter anderem der geplante Rhein-Ruhr-Express, der ab 2018 mit bis zu Tempo 160 zwischen Dortmund und Köln rollen soll, zum Teil im 15-Minuten-Takt. Die Doppelstockzüge bestehen aus insgesamt acht Waggons – und brauchen entsprechend lange Bahnsteige. 71 Stationen in NRW werden für den Expresszug saniert und auf eine Standardlänge von 215 Metern gebracht. 155 Millionen Euro kostet das, davon übernimmt das Land 117 Millionen Euro.

Zudem wurde jetzt die sogenannte Modernisierungsoffensive 3 gestartet. Dafür sind 162 Millionen Euro eingeplant: Bis 2023 werden in diesem Rahmen 35 weitere Stationen in NRW aufgepeppt, zum einen werden sie barrierefrei ausgebaut, zum anderen wird das Erscheinungsbild verbessert. 87 Millionen Euro der benötigten Investitionsmittel übernehmen der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und der Nahverkehr Westfalen-Lippe. 75 Millionen Euro kommen von der Deutschen Bahn.

Für das Rheinland ist der Zug jedoch vorerst abgefahren. Und das, obwohl in dieser Region die Pendlerzahlen Jahr für Jahr deutlich steigen. Das liegt daran, dass dem zuständigen Verkehrsverbund Nahverkehr Rheinland die Mittel fehlen, und ohne Kostenbeteiligung gibt es auch kein Geld von der Bahn.

Das Land steht vor einem „Jahrzehnt der Baustellen“

Gleichwohl laufen auch hier die Planungen zur Modernisierung weiterer Stationen: „Alle Beteiligten arbeiten an einer Lösung, damit möglichst kurzfristig auch in unserem Bereich die Finanzierung gesichert wird“, heißt es beim Nahverkehr Rheinland. Konkret geht es um die Sanierung von 16 Bahnhöfen für 55 Millionen Euro.

Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Michael Groschek erklärte mit Sicht auf die umfangreichen Bauarbeiten, das Land stehe vor einem „Jahrzehnt der Baustellen“.


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