Am meisten hauen die Chinesen bei uns raus

Ausländische Touristen bringen 31 Milliarden Euro nach Deutschland

Zu Besuch in München: Deutsche Städte gelten im Ausland als cool. Foto: dpa

München. Endlich Urlaubszeit! Koffer packen, wegfahren, abschalten! Und gut zu wissen: Während wir die Seele baumeln lassen, bringen Besucher aus aller Herren Länder mächtig Schotter ins Land.

172 Euro pro Tag geben sie aus, hat das Institut für Fremdenverkehr an der Uni München herausgefunden. Allein fürs Shoppen sind es im Schnitt 33 Euro, und noch mal so viel Geld geht an Kneipen und Restaurants. Insgesamt kassierte Deutschland dadurch im vergangenen Jahr 31 Milliarden Euro, bilanziert die Bundesbank. Fünf Jahre zuvor waren es nur 27 Milliarden.

In den Läden hauen die Chinesen das meiste Geld raus, berichtet die Deutsche Zentrale für Tourismus, die unsere Reiseziele weltweit vermarktet: „Mit 575 Euro pro Einkauf sind sie die ausgabefreudigsten Touristen, vor denen aus Thailand, den USA, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Russland.“

Die beliebtesten Ziele der Ausländer sind Schloss Neuschwanstein, der Europa-Park Rust, der Kölner Dom – ein ausführliches Ranking steht auf germany.travel/top100 im Netz.

Die amtliche Statistik (die Mini- und Privatunterkünfte sowie Tagesgäste ausblendet) zeigt von 2008 bis 2013 einen Anstieg von 57 auf 72 Millionen Übernachtungen. Das Wachstum kommt vor allem aus dem Städtetourismus, weiß Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands: „Ein Wochenende in einer deutschen Stadt verbringen, ins Musical gehen, sich kulturelle Dinge anschauen – das liegt im Trend.“

Wobei Berlin als besonders cool gilt. Die Hauptstadt zählte letztes Jahr 9 Prozent mehr Übernachtungen ausländischer Gäste und lag mit 11,6 Millionen vor München (6,3), Frankfurt (3,4) und Hamburg (2,7 Millionen). Übrigens: Die Tourismusbranche hat 2,9 Millionen Mitarbeiter.


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