Was Gummi hüpfen lässt

Auf der Technikschau IdeenExpo gibt es viel Kautschuk-Industrie zum Anfassen

Osterode/Hannover. Was macht den Gummiball zum Flummi? „Es kommt auf die Mischung an – dann kann man erstaunliche Wirkungen erzielen“, weiß Benedikt Dietrich (22), angehender Industriekaufmann beim Kautschuk-Unternehmen KKT Frölich.

Zu erleben ist das auf der IdeenExpo – Europas größter Technikschau für junge Leute, zu der vom 4. bis 12. Juli Hunderttausende auf dem Messegelände Hannover erwartet werden. Der Mittelständler präsentiert sich dort schon zum vierten Mal. Zuletzt, 2013, war KKT mit Tassen aus Kautschuk dabei, „daraus trinke ich jeden Morgen“, erzählt Dietrich, der damals noch am Anfang seiner Ausbildung stand. Dieses Jahr hat er mit seinen Azubi-Kollegen ein Rezept für einen besonders stark hüpfenden Flummi vorbereitet. „Wir machen deutlich, was hinter dem Artikel steckt“, erklärt Elin Bielenberg von KKT.

Es ist ein Highlight von vielen. „Wir wollen zeigen, wie vielfältig und wie wandelbar unser Grundstoff ist und in wie vielen verschiedenen Dingen er steckt“, sagt Elke Peters, Sprecherin des Kautschuk-Arbeitgeberverbands ADK. Unter der Regie des Verbands zeigt die Branche den gesamten Prozess – von der Labor-Forschung über das Erstellen der richtigen Mischung bis zur Qualitätsprüfung und zum Erstellen von Sonderanfertigungen.

  • Batmans Kostüm. Wenn es Nacht wird in Gotham City, wird der Milliardär Bruce Wayne zu Batman. Sein Fledermauskostüm ist aus Latex – es lässt die Ganoven der Stadt erzittern. Der dunkle Ritter, mit seinem Outfit aus Flüssigkautschuk und Gummi, ist ein Exponat des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk).
  • Ausprobieren! Warum ist Gummi so elastisch? Wie wird aus flüssigem Latex fester Kautschuk? Und wie verändert sich das Material, wenn es unter Druck erhitzt wird? Antworten können die Besucher im Kautschuklabor des Deutschen Instituts für Kautschuktechnologie (DIK) herausfinden. Kittel anziehen und Schutzbrille aufsetzen – und schon wird der junge Besucher zum Laboranten.
  • Ein Reifen – viele Schichten. Wer weiß schon, dass bis zu neun Bauteile und noch viel mehr Produktionsschritte nötig sind, um Autoreifen zu fertigen? Auszugsweise kann man das am Stand von Pirelli erleben: Am Modell-Extruder wird Kautschuk in Form gepresst.
  • Profil zeigen! Wenn ein neuer Reifen entsteht, werden auch heute noch die ersten Prototypen mit der Hand hergestellt. Auszubildende von Goodyear Dunlop zeigen, wie Rillen, Kanäle und Einschnitte mit einem elektrisch beheizten Messer herausgearbeitet werden.
  • Alles dicht? Kondome sind meist aus Naturkautschuklatex – ob sie sicher sind, wird mit der elektronischen Dichtheitsprüfung getestet. Wie das funktioniert, zeigen die Azubis der MAPA GmbH an einem von ihnen nachgebauten Modell.

Größer und bunter als je zuvor

So war’s 2013: Kautschuk auf der IdeenExpo. Foto: Herzig
So war’s 2013: Kautschuk auf der IdeenExpo. Foto: Herzig
  • Die Macher der fünften IdeenExpo (4. bis 12. Juli, Messe Hannover) erwarten erneut mehr Aussteller und Besucher als bei der Vorgängerveranstaltung im Jahr 2013. Auf die voraussichtlich 350.000 vorwiegend jugendlichen Besucher warten Hunderte Workshops und Mitmach-Exponate.
  • Rund 1.000 Schüler werden speziell im Rahmen der „Kautschuktour“ zur IdeenExpo kommen. Infos zu den Berufen der Branche gibt es über Beratung durch Azubis, über Flyer und auf der Internetseite gib-gummi.com

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MAPA GmbH

KKT Frölich Kautschuk-Kunststoff-Technik GmbH

Goodyear Dunlop Tires Germany GmbH, Hanau

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