Deutsche Bahn

Auf den Gleisen wird’s eng


Güterzugstrecke in Bochum: Die Wirtschaft braucht eine gute Infrastruktur. Deshab muss die Bahn in ihr Netz investieren. Foto: WAZ

Bis 2025 dreimal so viel Güterverkehr in Nordrhein-Westfalen

Münster. Ohne Investitionen in zusätzliche Gleise und moderne Signaltechnik steht das Schienennetz in NRW vor dem Kollaps. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Münster im Auftrag des Verkehrsverbandes Westfalen.

Bereits heute gebe es vor allem im Güterverkehr deutliche Engpässe, warnt Professor Karl-Hans Hartwig. Diese würden sich bis 2025 noch verschärfen.

Höchste Eisenbahn, dass etwas passiert: Bis 2025 wird sich der Güterverkehr, etwa von den großen Häfen in den Benelux-Staaten, nahezu verdreifachen.

Um das Netz auszubauen, bräuchte man 3,8 Milliarden Euro, so der Verkehrswissenschaftler. Da aber die öffentlichen Kassen leer sind, müssten mit den vorhandenen wenigen Mitteln die größten Engpässe beseitigt werden.

Rheinschiene entlasten

Daher empfehlen die Forscher vor allem mehr Überholgleise und den Ausbau von Ausweichstrecken.

Um die schon jetzt stark befahrene Rheinschiene gen Süden zu entlasten, könnten künftig mehr Güterzüge von Rotterdam über Hagen und Siegen weiter nach Basel und Norditalien fahren. Dafür müssten aber die vielen Tunnel auf der Ruhr-Sieg-Strecke für die Seecontainer vergrößert werden.

Das Schienennetz in NRW ist das dichteste in Europa. Fast 6.000 Kilometer ist es lang.

Artikelfunktionen


'' Zum Anfang