Bayern

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Über dem Durchschnitt: In Nürnberg ist die Arbeitslosigkeit am höchsten (weißer Fleck in der Mitte der oberen Hälfte). Quelle: Bundesagentur für Arbei. Grafik: <em>AKTIV</em>

Studie: Bayerns Regionen sind in bester Verfassung

München. Für Arbeitnehmer wie Arbeitgeber ist der Freistaat ein sehr gutes Pflaster. So lautet das Fazit der Untersuchung „Regionale Arbeitsmärkte Bayern“. Das Beratungsunternehmen IW Consult hat sie im Auftrag der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) erstellt.

In der Studie haben die Experten die bayerischen Landkreise 14 Wirtschaftsräumen zugeordnet und sie mit dem übrigen Deutschland verglichen. Ergebnis: Die Regionen stehen glänzend da. Die Autoren beurteilen die Lage aller bayerischen Arbeitsmärkte als „stark“. Ähnlich gut schneiden neben Bayern nur noch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ab.

Zum Teil fehlen Hochqualifizierte

Im Freistaat herrschen allerdings deutliche Unterschiede. Vor allem der Nordosten und die Regionen Nürnberg und Augsburg fallen etwas ab – unter anderem, weil sie eine höhere Arbeitslosenquote haben. Zum Teil fehlen dort aber auch Wachstumsbranchen mit Zukunft und hochqualifizierte Arbeitnehmer.

Besonders diese gut ausgebildeten Menschen dürften für alle Regionen noch wertvoller werden – gerade auf dem Land. „Es gibt einen Trend zur Urbanisierung“, sagt Karl Lichtblau, Sprecher der Geschäftsführung von IW Consult. Die Abwanderung von Hochqualifizierten in die Städte könne für abgelegenere Gebiete in den kommenden zehn Jahren zum Problem werden.

Einige Regionen, etwa Oberfranken, sollten deshalb stärker als bislang auf Bildung setzen, rät der Ökonom. Gleiches gelte auch für die Städte Augsburg und Nürnberg.

Mehr Schüler müssten höhere Bildungsabschlüsse wie das Abitur erreichen, und das Fächer-Angebot der Hochschulen sollte ausgebaut werden. Als vorbildlich gilt laut Studie die Uni-Landschaft in München. Dafür habe die Metropole aber ein ganz anderes Problem: Sie zieht so viele Menschen an, dass das Leben und Wohnen in der Landeshauptstadt immer teurer wird.

„Kostenniveau ist eine Bedrohung für München“

In ihrer Studie warnen die Experten vor den möglichen Folgen für den Wirtschaftsraum München: „Die Bedrohung der Region liegt in dem hohen Kostenniveau. Das könnte die Attraktivität gerade für Fachkräfte mit mittlerem Einkommen gefährden.“

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