Wirtschaftslexikon

Arbeitslosenversicherung

Ein Element der deutschen Sozialversicherung ist die gesetzliche Arbeitslosenversicherung. Mit ihren Beiträgen werden die Aufgaben der Bundesagentur für Arbeit finanziert. Die Behörde zahlt Arbeitslosen für eine Übergangszeit Lohnersatz („Arbeitslosengeld I“) und hilft, Menschen ohne Job auf ihrem Weg zurück ins Erwerbsleben zu unterstützen.

Alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten müssen 3 Prozent ihres Bruttolohns an die Arbeitslosenversicherung abführen, maximal bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Sie liegt – wie in der gesetzlichen Rentenversicherung – monatlich bei 5.800 Euro in West- und 4.900 Euro in Ostdeutschland (Stand 2013). Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich die Kosten.

Arbeitslosengeld I gibt’s in der Regel für zwölf Monate

Die Höhe des Arbeitslosengelds I beträgt 60 Prozent des um pauschalierte Abzüge geminderten Bruttolohns. Arbeitslose mit Kind erhalten 67 Prozent. Die Leistung wird in der Regel für zwölf Monate gezahlt, wenn der Versicherte zuvor mindestens zwei Jahre lang Beiträge geleistet hat. Ältere Menschen können das Arbeitslosengeld I jedoch bis zu 15 Monate (ab 50 Jahre), 18 Monate (ab 55) oder 24 Monate (ab 58) beziehen.

Neben dem Lohnersatz werden aus den Beiträgen zur Arbeitslosenversicherung andere Leistungen der Agentur für Arbeit bestritten. Zu ihnen zählen die Berufsberatung und die Vermittlung eines Arbeitsplatzes. Aber auch die Finanzierung von Weiterbildung und Umschulung sowie das Kurzarbeitergeld gehören dazu.


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