Blickpunkt

Anstieg erwartet


Ausbildung in der M+E-Industrie weiter auf hohem Niveau

München. Die Erholung der Konjunktur kommt auf dem Ausbildungsmarkt an: Die bayerische Metall- und Elektro-Industrie erwartet für dieses Jahr einen Anstieg der Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge um 5 Prozent – im Vergleich mit 2010. Das hat eine aktuelle Umfrage der M+E-Arbeitgeberverbände bayme und vbm ergeben.

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der neuen Verträge mit einem Rückgang um 0,3 Prozent auf 12.250 fast stabil geblieben. Nach der Umfrage vor einem Jahr war noch mit einem Minus von 2 Prozent gerechnet worden.

Der Hintergrund: Die schwere Konjunkturkrise hatte im vergangenen Jahr auch die Entwicklung der Lehrstellen beeinflusst. Denn die Unternehmen in der Metall- und Elektro-Industrie planen immer im März und April die Zahl der Ausbildungsplätze für das folgende Jahr.

Im Frühjahr 2010 hatten viele Betriebe mit niedrigen Auftragseingängen und schwach ausgelasteten Fertigungskapazitäten zu kämpfen. Die Zahl der Kurzarbeiter hatte in dem bayerischen Industriezweig im Februar 2010 noch bei 116.000 gelegen.

Nicht genügend geeignete Bewerber

Gestiegen ist 2010 jedoch die Quote der Auszubildenden, die von den Betrieben übernommen werden. Mit 87 Prozent wurde das Niveau vor der Krise wieder erreicht. 2009 waren es knapp 84 Prozent gewesen. Dazu muss man wissen, dass ein Viertel der Unternehmen über dem eigenen Bedarf ausbildet.

Auf der anderen Seite gaben in der Umfrage 12 Prozent der Unternehmen an, sie hätten Lehrstellen nicht besetzen können. Denn es fehlten ausreichend geeignete Bewerber. Solcher Mangel herrschte auch schon in den Jahren zuvor.

Wegen des demografischen Wandels rechnen die Unternehmen damit, dass es künftig noch schwieriger wird, genügend Auszubildende zu finden. So erwartet das bayerische Kultusministerium zwar für 2010 einen Anstieg der Zahl der Schulabsolventen auf 168.400 nach knapp 143.700 im Vorjahr.

Hinter dieser Zahl steckt allerdings der einmalige doppelte Abiturienten-Jahrgang im Freistaat. Bis 2021 sagt das Ministerium dagegen einen Rückgang auf dann nur noch 112.600 Absolventen voraus.

 

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