Tipp der Woche

Ansprüche sichern!


Ein Band zwischen den Generationen: Die Rente ist Thema für Alt und Jung. Foto: Wirtz

Was Sie schon lange vor dem Ruhestand für Ihre Rente tun sollten

Berlin. Wie stark leidet unsere gesetzliche Rente unter der  Finanzkrise? Die beruhigende Antwort: eigentlich gar nicht. Die aktuell gezahlten westdeutschen Altersrenten werden am 1. Juli um 2,41 Prozent steigen. Und auch für künftige Rentner spielen Börsen-Crash und Mini-Zins kaum eine Rolle.

Denn die Rente wird über das „Umlageverfahren“ finanziert – die Beiträge der Arbeitnehmer und Arbeitgeber werden jeweils sofort wieder ausgegeben, für die Finanzierung der laufenden Renten. Und wo nichts gespart wird, da sind Renditen egal.

Daten jetzt prüfen

So gesehen, ist unsere Rente tatsächlich sicher – auch wenn sie allein oft nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard im Alter halten zu können. Schon deshalb gilt es, keinen Cent Rentenanspruch zu verschenken – und das heißt: Auch junge Leute sollten sich ab und zu um das Thema kümmern. Zum Beispiel jetzt, wenn wieder die Jahresmeldung aus der Personalabteilung auf den Tisch flattert.

Der unscheinbare Zettel dokumentiert nämlich eine wichtige Basis für die spätere Rente: das Entgelt, das der Betrieb an die Rentenversicherung gemeldet hat. Es gilt daher, alle Daten gründlich zu kontrollieren und eventuelle Fehler berichtigen zu lassen. Danach sollte man das Dokument sicher verwahren.

Wer prüfen möchte, ob die bisher gesammelte Leistung korrekt gespeichert ist, kann einen Versicherungsverlauf anfordern. Besonders einfach geht das im Netz: www.deutscherentenversicherung-bund.de (dort links im Bereich „Beratung“ auf „Meine Kontoinformation“ klicken). Die Antwort kommt kostenlos per Post, das kann aber ein paar Wochen dauern.

Deutlich mehr Arbeit lädt auf sich, wer seine Kinder rentensteigernd anrechnen lassen will. Achtung: Von Amts wegen passiert da gar nichts! Wer Erziehungszeiten gutgeschrieben haben möchte, der muss einen Papierkrieg führen. Die Formulare mit Namen wie „V800“ kann man aber bei der kostenlosen Hotline 0800-10004800 frei Haus anfordern.

Frist läuft bald ab

Wer vor 1991 in Ostdeutschland gearbeitet hat, der sollte laut Rentenversicherung „umgehend“ kontrollieren, ob „Beschäftigungszeiten aus der ehemaligen  DDR“ im System gelandet sind. Nur noch bis Ende 2011 sind nämlich die Lohnunterlagen aus jener Zeit greifbar – dann läuft die gesetzliche Aufbewahrungsfrist ab.

Übrigens: Ob und wie der Wehrdienst angerechnet wird und was bei Ferienjobs oder beim Warten auf die Lehrstelle zu beachten ist – unter www.rentenblicker.de gibt es dazu solide Informationen für junge Leute.

Info: Kurzarbeit senkt Rentenanspruch

Wird in einem Betrieb Kurzarbeit nötig, heißt das für die Betroffenen auch: Ihr Rentenanspruch sinkt. Aber nur ein kleines bisschen – weil Firma und Arbeitsagentur die Beiträge trotz des Verdienstausfalls fast komplett entrichten.

AKTIV hat sich von der Deutschen Rentenversicherung ein Beispiel exakt durchrechnen lassen: Muss ein Arbeitnehmer, Monatsbruttoverdienst 3.500 Euro, ein halbes Jahr Kurzarbeit machen und ist dann nur zu 50 Prozent beschäftigt, so sinkt sein späterer monatlicher Rentenanspruch um 1,80 Euro.

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