Moment mal!

Altbewährtes ist nicht gleich immer das Beste

Französische Wissenschaftler wollten herausfinden, wie es um die Qualität der renommierten Stradivari-Geigen steht. Das Ergebnis überrascht. Was barocker Instrumentenbau mit Wirtschaft zu tun hat, lesen Sie hier.

Begehrt: Die Stradivari. Foto: dpa

Begehrt: Die Stradivari. Foto: dpa

Sie sind Millionen Euro wert und weltberühmt: die rund 300 Jahre alten Geigen des legendären italienischen Instrumentenbauers Antonio Stradivari. Doch sind sie klangtechnisch auf dem Stand der Gegenwart?

Musikwissenschaftler in Frankreich wollten herausfinden, wie gut alte Stradivaris im Vergleich zu jüngeren Violinen anderer Hersteller klingen. Die Forscher der Pariser Université Pierre et Marie Curie luden ein Publikum mit Expertise ein: 55 Geigenbauer, Musiker, Musikkritiker und Komponisten. Professionelle Solo-Violinisten spielten in großen Hallen in New York und Paris mit verbundenen Augen nacheinander – jeweils auf einer neuen Geige und einer Stradivari. Auch das Publikum konnte die Instrumente nicht sehen. Das Ergebnis: Die neuen Violinen lieferten den besseren Klang!

Auch in der Musik gilt eben: Das Althergebrachte ist nicht immer besser. Dass die Stradivaris heute noch toll klingen, ist zweifellos eine enorme Leistung. Dennoch können sich neue Technik und Verfahren gegen traditionelle Produkte mit weltweitem Renommee durchsetzen.


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Unter dem Motto „Moment mal!“ greift AKTIVonline regelmäßig Themen auf, die Spaß machen und zum Nachdenken anregen sollen. Einige gesammelte Beiträge lesen Sie hier. Viel Vergnügen beim Stöbern!

aktualisiert am 11.12.2017

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