Nachschlag für alte Storno-Fälle

Allianz & Co. müssen Rückkaufswerte von Lebensversicherungen aufstocken

Stuttgart. Immer wieder gibt es Streit um den „Rückkaufswert“ einer Lebensversicherung – also um die Frage, wie viel dem Versicherten im Fall einer frühen Kündigung zusteht. Gerade ist ein Stuttgarter Urteil aus dem Jahr 2010 rechtskräftig geworden: Der Marktführer Allianz hat sich geschlagen gegeben und zahlt nach. Zuvor hatten schon ein paar andere Versicherungen vor dem Bundesgerichtshof verloren.

Geld bekommt nur, wer sich meldet

Damit gibt es jetzt in vielen Fällen mehr Geld für die Kunden, die seit 2010 gekündigt haben. Aber nur, wenn sie sich melden! Automatisch will die Allianz nur beitragsfrei gestellte Verträge anpassen – mit einem Nachschlag von im Schnitt 120 Euro.

Auch Anbieter, die selbst nicht vor Gericht gestanden haben, müssten die neue Rechtslage im Streit um Kündigungs- und Stornoklauseln beachten. Das betont die Verbraucherzentrale Hamburg, die die diversen Verfahren gegen die Versicherer gewonnen hat.

Auf www.vzhh.de/versicherungen geben die Verbraucherschützer Tipps für Betroffene. Dort findet sich auch ein Musterbrief, den man für 90 Cent kaufen kann.


Mehr zum Thema:

Das Hab und Gut schützen, die Familie absichern, nach Unfällen zumindest finanziell aus dem Schneider sein: Für solche Zwecke gibt es alle möglichen Versicherungen. Doch welche Policen sind unverzichtbar oder zumindest wirklich nützlich?

aktualisiert am 09.10.2017

Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang