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Beim Roaming gibt’s noch Kostenfallen – je nach Reiseland

Achtung, Urlauber: Telefonieren im Ausland kann teuer werden

Das Smartphone jenseits der Grenze nutzen: Geht zum Glück einfacher und viel günstiger als früher, dank der klaren EU-Regeln. Trotzdem muss man hier und da beim Plaudern und Surfen noch aufpassen! Ein Experte gibt Tipps.

Anruf aus Rom. Foto: Fotolia

Anruf aus Rom. Foto: Fotolia

Berlin. Seit Abschaffung der Gebühren fürs „Roaming“, also die Nutzung fremder Netze, ist der Smartphone-Gebrauch im europäischen Ausland meistens nicht mehr teurer als daheim. Aber es gibt noch einige Kostenfallen, auf die man je nach Reiseziel achten muss.

Nach Beobachtung des Fachportals Teltarif in Berlin gibt es mit dem Telefonieren und Surfen im EU-Ausland inzwischen keine Probleme mehr. Aber dieses Roaming zu Inlandspreisen gilt eben nur, wenn man in einem anderen EU-Mitgliedsstaat urlaubt – oder auch in Island, Norwegen und Liechtenstein. Die Schweiz und die Türkei beispielsweise sind also erst mal außen vor, hier sollte man prüfen, welche Konditionen der bisher gebuchte Smartphone-Tarif vorsieht.

Mal eben zurückrufen? Das ist dann kein Roaming, sondern Auslandstelefonie!

Achtung: „Für Anrufe aus Deutschland ins EU-Ausland fallen weiterhin teils hohe Zusatzgebühren an“, warnt Teltarif-Experte Alexander Kuch. Die zu Hause gebliebenen Lieben sollten also nach einem verpassten Anruf nicht kurzerhand zurückrufen.

„Höhere Gebühren fallen übrigens auch in assoziierten Gebieten der EU an“, erklärt Kuch. Dies betrifft unter anderem Monaco, Andorra und die Kanalinseln.

Roaming auf dem Kreuzfahrtschiff? Kann sehr teuer werden!

Richtig teuer kann es auf Kreuzfahrtschiffen oder Fähren werden: Die Reedereien betreiben eigene Mobilfunknetze, deren Preise nicht unter die EU-Regeln fallen – selbst wenn das Schiff in EU-Gewässern herumschippert. Für Telefonate – auch für eingehende Gespräche! – können laut Kuch Gebühren von 3 bis 7 Euro pro Minute anfallen. Auch die Nutzung mobiler Daten ist oft sehr teuer: Nur 100 KB Datenvolumen können schon bis zu 2,50 Euro kosten. Kuch empfiehlt daher, sich im Vorfeld über die speziellen Bordtarife schlauzumachen – und das Smartphone an Bord einfach mal auszuschalten.

Die gewohnten heimischen Tarife gelten außerdem nicht unbeschränkt für den mobilen Datenverbrauch: Wenn man über ein großes freies Datenvolumen verfügt, ist der Anbieter grundsätzlich berechtigt, für die Nutzung im EU-Ausland ab einer bestimmten Menge Aufschläge abzurechnen. Welche Menge da jeweils inklusive ist, muss der Anbieter jedoch vorher mitteilen.

Übrigens: Kein Aufschlag fürs Roaming in anderen EU-Ländern – das gilt nur für kürzere Aufenthalte, also zum Beispiel im Urlaub. Wer länger in der Ferne bleibt, sollte daher einen Mobilfunkvertrag zu den örtlichen Bedingungen abschließen.


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