Im ersten Halbjahr kann der Fiskus ein dickes Plus verbuchen

80 Milliarden Euro Lohnsteuer gezahlt

Gefülltes Staatssäckel: Das Geld kommt vor allem von Betrieben und Beschäftigten. Foto: Fotolia

Berlin. Es klingelt in den Staatskassen: Allein im Juni nahmen Bund, Länder und Gemeinden die Summe von 63,5 Milliarden Euro ein. Das sind 6,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Und auch für das gesamte erste Halbjahr fällt die Bilanz positiv aus. 2,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2013 kann der Fiskus verbuchen. 284 Milliarden Euro haben Unternehmen und Privatpersonen in den vergangenen sechs Monaten zusammen an die Finanzämter gezahlt. Einen wesentlichen Anteil berappen Betriebe und Arbeitnehmer.

Job-Boom füllt die Staatskassen

Von ihnen kamen fast 80 Milliarden Euro Lohnsteuer. Und verschiedene andere Steuern gehen auch noch stark zu ihren Lasten. Dazu gehören die Mineralölsteuer, die Kraftfahrzeugsteuer und vor allem die Mehrwertsteuer.

Zum Zuwachs hat vor allem der Job-Boom beigetragen. Denn die Einnahmen aus der Lohnsteuer stiegen laut Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums um 6 Prozent und damit mehr als doppelt so stark wie die Steuern insgesamt.

Doch obwohl der Staat so viel Geld einnimmt, dürfen die Arbeitnehmer in den kommenden drei Jahren keine Entlastung erwarten. Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündete kurz vor ihrem Urlaub, dass die sogenannte kalte Progression in dieser Wahlperiode nicht beseitigt wird.

Arbeitnehmern kann es also weiterhin passieren, dass sie sich nach einer Gehaltserhöhung, die einfach nur die Teuerung ausgleicht, weniger kaufen können als zuvor. Das liegt daran, dass ein Normalverdiener für jeden Euro, den er zusätzlich bekommt, einen größeren Steueranteil zahlen muss.


Artikelfunktionen


Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang