Noch keine Trendwende

13 Millionen Amerikaner sind arbeitslos


Grafik: Amerikas neues Job-Problem

Da staunten selbst die Experten: Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten ist im November überraschend deutlich von 9,0 auf 8,6 Prozent gesunken.

Damit liegt die Quote auf dem niedrigsten Stand seit zweieinhalb Jahren. Schon von einer Trendwende zu sprechen, wäre allerdings verfrüht: Noch immer sind in den USA 13,3 Millionen Menschen ohne Arbeit! AKTIV erklärt die Fakten:

Neue Jobs

Nach Angaben des Arbeitsministeriums schuf die Privatwirtschaft in den USA außerhalb der Landwirtschaft im November 120.000 neue Arbeitsplätze. Die meisten Jobs entstanden im Einzelhandel (50.000), in der Gastronomie (22.000) und im Gesundheitswesen (17.000).

Allerdings: Einer ökonomischen Faustregel zufolge muss die amerikanische Wirtschaft Monat für Monat mindestens 125.000 Stellen schaffen, damit die Arbeitslosenrate zumindest konstant bleibt. Experten des Internationalen Währungsfonds sagen den USA daher bis zum Jahr 2013 eine fast unverändert hohe Zahl von Arbeitsuchenden voraus (siehe Grafik).

Langzeitarbeitslosigkeit

Sie bleibt ein Problem im Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Als langzeitarbeitslos gilt hier, wer länger als 27 Wochen ohne Job ist. Auf 5,7 Millionen Amerikaner oder 43 Prozent der Arbeitsuchenden trifft das derzeit zu.

Im Schnitt dauert es derzeit fast 41 Wochen, bis ein Arbeitsloser einen neuen Job gefunden hat. Zum Vergleich: Vor der Wirtschaftskrise mussten Arbeitslose nur knapp 17 Wochen suchen.

Das produziert Frust – und trübt auch die vordergründig gute Entwicklung auf dem US-Jobmarkt. Denn: Nur etwa die  Hälfte des Rückgangs der Arbeitslosenzahl ist auf mehr Beschäftigung zurückzuführen. Die andere Hälfte hingegen resultiert aus der Tatsache, dass viele Amerikaner die Suche nach einem neuen Job schlicht entnervt aufgegeben haben.

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