Immenstaad/Albtal/Freiamt. Schnitzeljagd war gestern. Allenfalls bei Kindergeburtstagen sieht man noch Gruppen kleiner Menschen, die auf der Suche nach einem Schoko-Schatz Hinweisen und Pfeilen folgen, die eine Mama oder ein Papa an den Baum gepinnt oder mit Kreide auf die Straße gekritzelt hat. Die moderne Variante der Schnitzeljagd heißt: Geocaching!

Anhand von Koordinaten einen versteckten Behälter finden

Und das funktioniert so: Jemand versteckt einen Behälter und lädt die genauen Koordinaten des Verstecks auf die Seite geocaching.com – die Nutzer ziehen sich diese Daten auf ein GPS-Navigationsgerät – und gehen auf Schatzsuche. Anfänger können auch einfach mit einem Smartphone loslegen, dafür gibt es verschiedene Geocaching-Apps.

Es kann durchaus sein, dass man einige Fragen beantworten oder auch Rätsel lösen muss, um weitere Infos und Daten zu bekommen. Manchmal liegt in dem Versteck auch eine kleine Belohnung. Was in der Regel immer zu finden ist, ist ein sogenanntes Logbuch, in das sich der Finder einträgt. Den Erfolg sollte man anschließend auch auf der offiziellen Geocaching-Homepage dokumentieren.

 

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Touren gibt es an mehr als 50.000 Orten im Land

Geocaching ist spannend und entspannend, es macht Spaß, mitunter sogar „süchtig“. Geocaching eignet sich für Jung und Alt, es verbindet Natur und Technik, und man kann es zu jeder Jahreszeit machen. Wenngleich es jetzt im Frühjahr, wo die ersten Blümchen ihre Köpfe Richtung Sonne recken, sicherlich noch eine Spur mehr Vergnügen bereitet als im Grau des zurückliegenden Winters.

Auch in Baden-Württemberg gibt es zahlreiche Orte, an denen moderne Schnitzeljäger auf die Suche gehen können. Das offizielle Portal listet mehr als 50.000 (!) Orte zwischen Mannheim und Bodensee auf!

GPS-Gerät und Zubehör kann man oft kostenlos im Tourismus-Büro ausleihen

Für Familien und Anfänger eignen sich vor allem touristische Angebote, bei denen man (teils kostenlos) ein GPS-Gerät und nötiges Zubehör ausleihen kann. aktiv hat drei ausgewählte Beispiele:

  1. In Immenstaad (Bodensee) startet das Geocaching an der Tourist-Information: Dort Rucksack und GPS-Gerät holen. Dann geht es quer durch den Ort, durch Obstplantagen und in den Wald. An 14 Stationen warten knifflige und spielerische Aufgaben, die eine Karte oder auch ein Maßband erfordern (all das ist schon im Rucksack).
    immenstaad-tourismus.de
  2. Im Albtal (Schwarzwald) können sich Einsteiger bei verschiedenen Tourismus-Büros GPS-Geräte leihen und rund um Ettlingen, Waldbronn, Bad Herrenalb und Karlsbad auf spielerische Schatzsuche gehen.
    albtal-tourismus.de
  3. In Freiamt (Breisgau) gibt es gleich sechs offizielle Touren, die das örtliche Tourismus-Büro betreut. Dort können Gäste auch GPS-Geräte ausleihen. Die Touren gehen durch Ortsteile, durch Waldgebiete und entlang von Wanderrouten.
    tourismus.freiamt.de