Leserfrage

Schufa-Selbstauskunft: Nur mit Ausweiskopie?

Stefan S. aus Hohenroth: Sie haben über die kostenlose Schufa-Selbstauskunft berichtet. Es wäre schön, wenn Sie dabei auf die Notwendigkeit hingewiesen hätten, eine Kopie des Personalausweises vorzulegen. Oder ist dies gar nicht notwendig?

AKTIV: Zunächst sollte man wissen: Seit Ende Mai geht es um eine „Kopie der personenbezogenen Daten nach Artikel 15 EU-Datenschutz-Grundverordnung (beziehungsweise Paragraf 34 Bundesdatenschutzgesetz)“. Dem Antrag muss man in der Praxis tatsächlich keine Ausweiskopie beifügen – wenn man nicht vor Kurzem umgezogen ist oder den Namen geändert hat: Stimmen Name und Adresse mit den Daten überein, die bei einer Auskunftei schon gespeichert sind, wird die angefragte Selbstauskunft normalerweise rasch übersandt.

Die Schufa in Wiesbaden teilt dazu mit: „Selbstverständlich akzeptieren wir auch Anträge, die formlos und ohne Kopie der entsprechenden Identifikationsdokumente eingereicht werden. Allerdings kann es bei solchen Anträgen vermehrt zu Rückfragen kommen, vor allem, wenn der Antragsteller nicht eindeutig identifiziert werden kann. Dies kann die Bearbeitungszeit verlängern.“

Möchte man – zum Beispiel auf Nachfrage der Auskunftei – eine Kopie des Personalausweises beifügen, müssen laut Schufa „lediglich Vor- und Zuname(n), die vollständige Anschrift, Geburtsdatum und Geburtsort deutlich erkennbar sein“. Alle übrigen Angaben wie die Personalausweis- und die Zugangsnummer sowie das Foto können geschwärzt werden.


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