Leserbriefe

Zur Chancengleichheit von Arbeiterkindern

Geld für Malocher

Unter Karriere-Gesichtspunkten ist es hierzulande wohl noch immer besser, aus einer begüterten Akademiker-Familie zu stammen als aus einem Arbeiter-Haushalt, in dem nur ein Mitglied das Geld verdient. Es ist schade, dass unser Land ganz offensichtlich für die arbeitende Schicht nur wenig Geld erübrigen kann. Denn schließlich wäre in Arbeiter-Haushalten mit Sicherheit so einiges an geistigem Potenzial zu heben!

Siegfried Haimerl, 72768 Reutlingen

Wo bleibt mein Bafög?

Mit Interesse habe ich Ihren Beitrag über die Arbeiterkinder gelesen. Ich selbst bin 36 Jahre alt und befinde mich derzeit auf dem zweiten Bildungsweg. Ich besuche im Fach Logistik eine Meisterschule. Unsere Politiker erzählen uns, dass auch in diesem Bereich Fachkräfte fehlten und deshalb im Ausland nach geeigneten Kräften gesucht werden müsste. Andererseits aber warte ich seit vier Monaten auf mein Bafög. Welcher normale Arbeiter kann es sich denn da leisten, sein Kind zum Studium zu schicken? Klar gibt es Bafög rückwirkend. Aber was ist mit der Zeit, die bis dahin überbrückt werden muss? Das ist doch schon der erste Haken, der Arbeiterkinder von einem Studium abhält.

Sandra Schmidt, per E-Mail


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