Leserfrage

Zahlungsschwierigkeiten: Wer kann da im Einzelfall helfen?

Hans-Joachim P. per Mail: An wen kann man sich wenden, wenn man vorsätzlich in finanzielle Schwierigkeiten gebracht wird? Wenn zum Beispiel nicht nachgeprüft wird, ob Forderungen ihre Richtigkeit haben. Ich bin in die Insolvenz gegangen, was gar nicht nötig war. Es wird gepfändet, aber da stimmt alles von vorne bis hinten nicht.

AKTIV: Es gibt diverse Möglichkeiten, sich im Krisenfall sehr günstig helfen zu lassen.

  • Bei Überschuldung, drohender oder bereits eingetretener Insolvenz kann man sich an die örtliche Schuldnerberatung wenden. Die wird vielfach von Sozialverbänden wie etwa der Caritas und der Diakonie betrieben. Ihre Hilfe ist normalerweise kostenlos – allerdings sind die Wartezeiten oft relativ lang.
  • Bei sehr geringem Einkommen darf man juristische Beratung praktisch gratis einfordern: Auf die sogenannte Beratungshilfe hat man in unserem Sozialstaat einen Rechtsanspruch. Auskunft darüber erteilt das Amtsgericht. Gegebenenfalls gibt es zudem Prozesskostenhilfe.
  • Bei fehlerhaften Abbuchungen muss man schriftlich widersprechen, die Frist ist auf dem Kontoauszug angegeben. Ist man dann mit dem Verhalten der Bank nicht einverstanden, kann in vielen Fällen der zuständige Ombudsmann kostenlos helfen (eine Übersicht finden Sie hier: ao5.de/bafin).

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