Leserfrage

Wohngeld: Wie wird denn da gerechnet?

Antrag auf Wohngeld. Foto: fotolia

Uwe B. aus Trossingen: Sie haben berichtet, dass jemand Wohngeld bekommt, dessen Miete mehr als 30 Prozent seines Nettoeinkommens beträgt. Ist da die Kalt- oder Warmmiete gemeint? Wie ist das mit Wasser, Strom, Heizung, Telefon, GEZ, Kabelfernsehen?

AKTIV: Die uns von einem Experten genannte Prozentzahl ist als Faustformel zu verstehen – es kommt im Einzelfall auf viele Details an. Neben dem Verdienst spielt die Anzahl der Personen im Haushalt eine Rolle sowie die Mietenstufe, in die der Wohnort amtlich eingruppiert ist.

Bei der Berechnung geht es um die Kaltmiete zuzüglich der „kalten Betriebskosten“ (in der Praxis sind das meist alle Nebenkosten außer Heizung und Warmwasser). Ausgaben etwa für Strom, Telefon oder GEZ spielen keine Rolle.

Beim Einkommen wird nicht einfach das Netto vom Gehaltszettel betrachtet: Es geht einerseits ums gesamte Einkommen aller Haushaltsmitglieder (also zum Beispiel inklusive Zinsen), andererseits werden diverse Pauschalen abgezogen. Das Bundesbauministerium nennt als Anhaltspunkt folgende Einkommensgrenzen für Beschäftigte: Bei einem Single je nach Mietenstufe zwischen 1.221 Euro und 1.443 Euro brutto, bei einem Vier-Personen-Haushalt zwischen 2.727 Euro und 3.094 Euro. Oft werden aber zusätzliche Freibeträge anerkannt, etwa für Alleinerziehende.

Einen Rechner finden Sie im Internet unter biallo.de/wohngeld-rechner – und unter ao5.de/wohngeld gibt’s eine Broschüre des Ministeriums zum Download.
 


Artikelfunktionen


Schlagwörter: Wohnen Entgelt

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

'' Zum Anfang