Leserbriefe

Von Fremden erzogen

Zeitmanagement gelungen: Abholen von der Kita. Foto: Fotolia

Papa geht arbeiten. Mama auch. Und? Ist das gut für die Kinder? Unsere Leser debattieren.

Die Zerstörung der Familie geht weiter. Beide Elternteile treiben das Bruttosozialprodukt nach oben und dürfen auch fleißig Steuern zahlen.

Kinder sollen von fremden Personen erzogen werden. Wen wundert es da, dass Menschen immer weniger beziehungsfähig und dafür umso egoistischer sind?

Ich fände es erstrebenswerter, dass Familien wieder mit einem Einkommen vernünftig wirtschaften können und die Erziehungsverantwortung stärker bei den Eltern liegt. Ich selbst bin Alleinverdiener und Vater von vier Kindern. Ich sehe viele Einzelkinder von Doppelverdienern in unserem Umfeld. Diese sind vielleicht finanziell etwas besser gestellt, aber glücklicher? Das sehe ich nicht.

Frederik Röder,
per E-Mail

Existenz gefährdet

Diese Leserin dagegen schildert ihre Betreuungsnöte.

Danke für Ihren Artikel! Meine beiden kleinen Kinder haben keinen Platz in der städtischen Einrichtung bekommen, sie gehen jetzt in teure private Einrichtungen. Mein Mann und ich arbeiten beide, die Stunden können wir kaum reduzieren, sonst sähen wir uns mit der Frage unserer finanziellen Existenz konfrontiert.

Ich habe mich bei der Stadt beschwert. Und zu hören bekommen, ich solle doch froh sein, überhaupt was bekommen zu haben. Und mittellos würden wir ja nicht, es gebe ja Hartz IV.

Ksenia Spashchanskaya,
61352 Bad Homburg

Ein Gehalt reicht

Was ist mehr wert? Geld oder Zeit?

Die einseitige Betrachtung der materiellen Sicherheit für das Kindeswohl greift einfach zu kurz! Wichtiger ist die emotionale Entwicklung der Kinder, deren Grundlage bereits früh gelegt wird. Ein Kind braucht in den ersten Jahren Eltern, die Sicherheit vermitteln. Das funktioniert nicht in einem Doppelverdienerhaushalt und nicht in einer Krippe mit zwölf anderen Kindern.

Politik und Wirtschaft sollten sich dafür einsetzen, dass es möglich ist, wieder mit einem Gehalt zurechtzukommen, anstatt zu verkünden, wie gut es doch den Kindern geht, wenn sich die Eltern abrackern, um ihren Sprösslingen alle materiellen Wünsche zu erfüllen.

Christine Linge,
64291 Darmstadt


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