Leserfrage

Steuer-Bonus: Was gilt da beim Carport-Bau?

Anbau fürs Auto: Der Handwerker-Lohn spart Steuern. Foto: dpa

Michael H. aus dem Kreis Esslingen:

Für meinen Jahresausgleich habe ich Ihren Artikel zum Steuerbonus für Handwerkerleistungen aufbewahrt. Sie schreiben, dass man da jetzt auch Carports angeben kann. Ich habe 2014 neu gebaut, im Bauantrag war der Carport schon berücksichtigt, aber er ist erst Monate später erstellt worden, nach dem Einzug. Kann ich diese Kosten geltend machen, obwohl das keine Renovierungs- oder Sanierungskosten sind?

Offenbar ja. Und zwar, weil Sie bereits eingezogen waren, bevor der Carport gebaut worden ist. So hat es uns der Berliner Steuerberater Wolfgang Wawro erklärt. Er verweist auf das geltende Anwendungsschreiben des Finanzministeriums. „Daraus ergibt sich: Eine Carport-Erstellung auf einem Wohnhaus-Grundstück gilt als haushaltsnah und ist deshalb eine begünstigte Handwerkerleistung, wenn sie nach der Bezugsfertigkeit des Haushalts erfolgt“, sagt Wawro.

Das gleiche Prinzip gilt für einen Dachgeschoss- oder Kellerausbau. Absetzen lassen sich der Lohn, die Fahrtkosten der Handwerker und „Verbrauchsmittel“ (wie etwa Schmierstoffe) sowie die darauf jeweils anfallende Mehrwertsteuer. Materialkosten bleiben aber außen vor.


Mehr zum Thema:

Wenn Handwerker ins Haus kommen, wird es oft teuer … Gut zu wissen: Der Fiskus beteiligt sich an den Lohnkosten! Das kann bis zu 1.200 Euro pro Jahr bringen. AKTIV erklärt die Regeln für diese Subvention.

 

aktualisiert am 01.03.2017

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Schlagwörter: Steuern

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