Leserbrief

Roth Mietkaution: Wann bekommt man sie zurück?

Abzug von der Kaution? Um Teppichböden gibt es oft Streit. Foto: Fotolia

Stephan S. aus Neustadt bei Coburg: Mein Mietverhältnis ist seit Februar 2012 beendet und mein Vermieter hat die Kaution noch nicht zurückgezahlt. Er beanstandet ein Wand-Tattoo, das beim Entfernen die Paneele beschädigen würde. Ich gab mein Einverständnis für die Reparatur, seitdem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Stimmt es, dass eine Mietkaution (natürlich abzüglich der Forderungen) innerhalb eines Jahres zurückgezahlt werden muss?

AKTIV: Nein. Die Sache mit der Kaution muss „so schnell wie möglich“ geregelt werden, wie der Deutsche Mieterbund betont: Steht fest, dass der Vermieter keine Ansprüche mehr hat, muss er die Kaution sofort zurückzahlen.

Allerdings hat der Vermieter Zeit, um zu klären, ob er noch Kosten geltend machen kann. „Diese Prüfzeit kann drei Monate, in schwierigen Fällen sechs Monate und in sehr komplizierten Fällen sogar neun Monate betragen“, so der Mieterbund. Nach Ablauf von neun Monaten kann der Vermieter die Kaution nur noch in Ausnahmefällen zurückhalten, etwa, wenn Betriebskosten noch nicht abgerechnet sind.

Ein Beispiel: Die Abrechnung für das Kalenderjahr 2012 muss spätestens Ende Dezember 2013 beim Mieter sein. Bis dahin kann der Vermieter zumindest einen Teil der Kaution zurückhalten – bemessen an der von ihm erwarteten Nebenkosten- Nachzahlung.


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