Leserbrief

Räuberische Regimes verhindern Reformen

Zum Leitartikel „Afrika stärken – im eigenen Interesse“.

Es ist ein extrem weiter Weg zur Lösung. Hilfe von außen scheitert in Afrika meist an den völlig anderen Mentalitäten und Traditionen vor Ort. Hilfe muss auch dort scheitern, wo es statt Staaten nur noch Regimes gibt, die Land und Bevölkerung ausbeuten. Der Pfründencharakter der Politik verhindert dort wichtige Reformen. Auch der Analphabetismus und das Bevölkerungswachstum sind Entwicklungshindernisse.

Aber es gibt durchaus vielversprechende Entwicklungen in Ländern wie Ruanda, Botswana, Ghana, Namibia. Diese Länder verbessern gezielt die Rahmenbedingungen für Investoren. Marktzugang für verarbeitete Produkte? Den gibt es bereits durch „Everything but arms“. Aber welches Land in Afrika südlich der Sahara kann denn verarbeitete Produkte liefern?

Volker Seitz,
Botschafter a. D., 53113 Bonn


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Ein Jahr nach ihrem Beginn ist die große Flüchtlingswelle abgeebbt. Im Juni kamen nur noch 16.000 Asylsuchende – und Angela Merkel äußert sich zuversichtlich, dass sich die chaotische Lage in Syrien und im Irak bald verbessert. Zugleich aber lenkt sie den Blick nach Süden: „Das zentrale Problem ist die Migration aus Afrika mit 1,2 Milliarden Menschen.“

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