Leserfrage

Probe-Abo: Verlängerung erlaubt?

Rudolf M. aus Neukirchen: Verlage bieten oft Probe-Abos für Zeitschriften an. Wenn nicht gekündigt wird, schließt sich häufig automatisch ein einjähriges Abo an, welches bezahlt werden muss. Ist das rechtens? Gibt es da Unterschiede zwischen den Vertriebsformen: über Internet, Telefon, Papier?

AKTIV: So eine Verlängerung um ein Jahr ist erlaubt – und üblich. Man sollte sich daher eine Notiz in den Terminkalender klemmen, um den Kündigungstermin nicht zu versäumen, falls einem eine Zeitschrift doch nicht gefällt.

Grundsätzlich hat man da fast immer ein zweiwöchiges Widerrufsrecht, wie der Kölner Allgemeinanwalt Harald Rotter erklärt. Das gilt, wenn der Vertrag per „Fernkommunikation“ zustande kommt (also zum Beispiel per Internet, E-Mail, Telefon, Fax oder Brief) – aber auch bei „Haustürgeschäften“, also wenn man vor der Wohnung von Werbern angesprochen wird. Wobei es gerade bei Probe-Abos auf diese Widerrufsfrist oft gar nicht ankommt, da die vertraglich eingeräumte Kündigungsfrist noch länger ist: Da finden sich dann Klauseln wie „nach Erhalt des zweiten Hefts können Sie innerhalb von zwei Wochen kündigen“.

Übrigens: Auch die Wirtschaftszeitung AKTIV bietet Interessenten ein kostenloses Probe-Exemplar an. Unter aktiv-online.de/abo finden sich dazu weitere Informationen.


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