Leserfrage

Private Rentenversicherung: Was gilt nach der Garantiezeit?

Heidrun N. aus Bad Buchau: Ist es zulässig, dass eine private Rentenversicherung nicht das gesamte Kapital ausgeschüttet hat – und im Todesfall den Hinterbliebenen nichts zusteht? Es wurde damals ein Einmalbetrag von 70 000 D-Mark eingezahlt. Die Rentengarantiezeit endete am 30. April 2014, der Versicherte starb im Juli. Es sind nur etwa zwei Drittel des Geldes ausgezahlt worden. Haben die Hinterbliebenen keinen Anspruch auf den Rest?

AKTIV: Das kommt darauf an, was eigentlich genau im Vertrag steht.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erläutert das Prinzip: Stirbt ein Versicherter schon während der vereinbarten Garantiezeit, endet die Zahlung nicht sofort – sondern die Rente wird bis zum Ende der Garantiezeit an die Hinterbliebenen gezahlt. „Stirbt der Versicherte aber nach Ablauf der Garantiezeit, fällt das restliche Vermögen an die Versichertengemeinschaft“, so der GDV.

Mit einer Hinterbliebenenrente kann der Kunde zwar festlegen, dass die Erben auch über den Tod hinaus eine Rentenzahlung bekommen sollen. „Dieses Modul muss aber zusätzlich zur Rentenversicherung abgeschlossen werden“, betont der GDV.


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Schlagwörter: Altersvorsorge

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