Leserfrage

Mütterrente: Kein Zuschlag für meine Mutter?

Mutterglück: Auch dafür gibt’s Rentenpunkte. Foto: Mauritius

Margit G. aus Gottmadingen: Meine Mutter bezieht schon länger Rente aus einer Erwerbstätigkeit und für Erziehungszeiten. Sie hat drei Kinder großgezogen, die teilweise in Österreich geboren beziehungsweise aufgewachsen sind. Haben sich ihre Rentenansprüche durch die Mütterrente verbessert?

Vielleicht. Es kommt dabei auf zwei Punkte an:

Normalerweise können Rentenansprüche für eine Kindererziehung nur entstehen, wenn die Erziehungszeit in Deutschland verbracht worden ist. Das erklärt die Deutsche Rentenversicherung Bund. Kinderjahre in Österreich spielen hier also keine Rolle.

Frauen, die schon vor Juli 2014 Rente bezogen haben, bringt die Mütterrente für jedes vor 1992 geborene Kind einen Entgeltpunkt extra für die Rente. Das steht so im Gesetz. Dort steht aber auch: Diesen Zuschlag kann es nur geben, „wenn eine Kindererziehungszeit für den zwölften Kalendermonat nach Ablauf des Monats der Geburt angerechnet wurde“.

Ob sich die Rente Ihrer Mutter durch die Mütterrente erhöht, hängt also davon ab, wann welches Kind in welchem Land gelebt hat. Und davon, ob sie alle denkbaren Erziehungszeiten auch beantragt hat.


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