Leserfrage

Krankschreibung: Rückwirkend erlaubt?

Fotos: Roth, iStock

Bernward F. aus Goslar: Sie haben über das Thema Krankenstand berichtet und dabei eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung abgebildet. Auf dieser wird die Arbeitsunfähigkeit vom Arzt am 9. Mai festgestellt und auf den 6. Mai zurückdatiert. Ist es überhaupt zulässig, eine Arbeitsunfähigkeit einfach zurückzudatieren? Und falls ja: für wie viele Tage maximal?

AKTIV: Das regelt der Gemeinsame Bundesausschuss in Berlin, das ist das oberste Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärzten, Zahnärzten, Psychotherapeuten, Krankenhäusern und Krankenkassen. In seiner viele Seiten langen Richtlinie zum Thema heißt es unter anderem: „Eine Rückdatierung des Beginns der Arbeits­unfähigkeit auf einen vor dem Behandlungsbeginn liegenden Tag ist nur ausnahmsweise und nur nach gewissenhafter Prüfung und in der Regel nur bis zu drei Tagen zulässig.“ Das Gleiche gilt, wenn eine Krankschreibung rückwirkend verlängert werden soll.


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Schlagwörter: Gesundheit Recht

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